HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)
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Tübingen, 12. Oktober 2007
Die Familienministerin spielt Anklägerin:
Lamento über Mißachtung der Familienarbeit und Qualitätsdefizite in der organisierten Kinderbetreuung
Gestern glänzte die Bundesfamilienministerin im Bundestag als "Anwältin" der Eltern und Kinder hierzulande. Das Parlament behandelte in erster Lesung das Gesetz, mit dem die parteiübergreifend begrüßte Krippenoffensive auf den Weg gebracht werden soll. In der einschlägigen Debatte profilierte sich die Ministerin als Kritikerin der Verhältnisse. Bekümmert fragte sie sich, warum es Eltern gäbe, die sich durch den Krippenausbau benachteiligt fühlen würden?
Mit der Politik der Bundesregierung könne das ja nichts zu tun haben, da ja bekanntlich (vgl. dazu z.B. HBF-Rubrik - HPL) und HBF 2006) keiner Familie etwas weggenommen werde (HPL). Schuld sei vielmehr die "Gesellschaft", die den Wert elterlichen Erziehungsarbeit zu wenig würdige. (HPL). Diese Arbeit und das Elternhaus seien nämlich "unersetzlich" und das "Wichtigste" einer Gesellschaft (vgl. HBF-Rubrik - HPL).
(Woher stammte nur die eindringliche Warnung davor, Eltern - etwa über das "Betreuungsgeld" - (mehr) Geld zukommen zu lassen, weil es ja für den Kauf von noch größeren Flachbildschirmen oder Play-Stations zweckentfremdet werden könnte? - HBF 2007a)
Sorgen muß sich die Frau Bundesministerin leider auch um die Qualität in Krippenbetreuung für die Kleinsten machen. Die Ministerien und Parlamentarier/innen hätten ja nun in "heroischer" Weise (HPL) den massiven Krippenausbau bis 2013 beschlossen. Aber beim Erziehungspersonal - Zuständigkeit von Ländern und Kommunen - gäbe es doch noch erhebliche Defizite (HPL). Nach dem Beschluß zur Schaffung von mehr Krippenplätzen, könne man jetzt (!) die nächste Debatte (!) zur Verbesserung der Qualität beginnen. Hier betrete man - (als Politiker/in ?) - Neuland! (vgl. dazu HBF 2007b).
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