HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)

 

 PRESSEDIENST

 

Überparteilich / Verbandsunabhängig / Spendenfinanziert

 

 TRÄGER: DEUTSCHER ARBEITSKREIS FÜR FAMILIENHILFE e.V., FREIBURG/BR

 

HBF-PRESSEDIENST, Biesinger Str. 16, 72070 Tübingen, Tel: 07071-400690, PC-Fax: -400691, E-Post/Mail: FamilienbueroHD@kabelbw.de oder  hbf-infodienst@heidelberger-familienbuero.de, www.heidelberger-familienbuero.de

SPENDENKONTO: Bankhaus Mayer (Freiburg), Kto.-Nr. 1415280 (BLZ 680 300 00) - Kennwort: ”Familienbüro"

 

HBF-TV-Tip - HBF-TV-Tip - HBF-TV-Tip - HBF-TV-Tip - HBF-TV-Tip

 

 Tübingen, 26. April 2010

erstellt 12:45 Uhr, Stand 13:55 Uhr

 

"Familienfreunde" an der Macht:

Ärzte ohne Rezept: 

Wenn Kinder und Alte leer ausgehen

 - PHOENIX 26.04.10, 14:00 Uhr

 

Zum Thema siehe auch:

 


PHOENIX 26.04.10

Mo, 26.04.10, 14.00 Uhr:

Ärzte ohne Rezept

Wenn Kinder und Alte leer ausgehen

Film von Jutta Brinkmann und Ulrike Michels

 

Kinderarzt Dr. Engl lebt im schicken Düsseldorf und hat etwa 3000 kleine Patienten. Eine gut gehende Praxis könnte man meinen, aber Dr. Engls Praxis liegt in Düsseldorf-Oberbilk, einem sozialen Brennpunkt weitab von der glitzernden Königsallee und ihren Designerläden.

Sendetermin

 

Seine Patienten sind fast alle gesetzlich versichert. Ärzte verdienen in der Regel aber an den Privatpatienten, die die sogenannten "Kassenpatienten" mitfinanzieren. Folge für Dr. Engl: Er kann die Kinder im Viertel nicht mehr so versorgen, wie es medizinisch dringend notwendig wäre. Manche seiner kleinen Patienten können weder Allergietest noch Hypersensibilisierung bei ihm bekommen – dafür fehlt das Geld. Die meisten seiner Kollegen sind deshalb in reichere Stadtviertel abgewandert, wo der Anteil der Privatpatienten hoch ist. Dort können Ärzte noch viel verdienen. Dr. Engl bleibt, weil er sein Viertel liebt. Er ist der letzte Mohikaner in Oberbilk. In ein paar Jahren geht er in Rente - und was dann? Seine Patienten müssen schon jetzt mit einer schlechteren Versorgung leben.

 

Landarzt Dr. Horst ist noch einen Schritt weiter. Er überlegt, seine Praxis im Sauerland aufzugeben. In Giershagen betreibt er die letzte Arztpraxis des Ortes, die nächste Kleinstadt Marsberg ist zehn Kilometer entfernt. Weil es weit und breit keinen anderen Arzt gibt, ist er für seine Patienten auch Kinderarzt, Augenarzt, Orthopäde und vieles mehr. Trotzdem will Dr. Horst seinen Patienten den Rücken kehren und vielleicht ins Ausland auswandern oder sich eine Anstellung suchen. Der Grund: Er macht viele Hausbesuche, die sich nicht rechnen. Zudem sind auch seine Patienten überwiegend Kassenpatienten. Oft muss er viel mehr verschreiben, als ihm die Krankenkasse erstattet. Sein Budget ist 14.000 Euro im Minus und er weiß nicht mehr, wie es weiter gehen soll. Dr. Horst fühlt sich vom Gesundheitssystem bestraft: "Weil ich meinen Patienten das gebe, was medizinisch erforderlich ist, stehe ich vor dem Aus."

 

 

 

Die InformationsFlut ist billig zu haben - Durchblick hat jedoch seinen Preis

 

Kostenloses HBF-Schnupper-Abo

 

 

 

HBF-Premium/PLUS-Abonnenten/innen finden die weiteren Einzelheiten HIER

Abonnenten/innen des HBF-Basisdienstes (5 bzw. 10 Euro/Monat, monatlich kündbar) finden die Informationen HIER

Nutzer/innen des HBF-SCHNUPPER-Abos  finden die Informationen HIER

 

 

Fenster schließen

 

zurück zur Übersicht:

 

 

HBF-Aktuell-2010

 

 

 

Leiter des Büros: Kostas Petropulos - FACHBEIRAT: Wiltraud Beckenbach; Dr. Otfried Hatzold, Cycloplan, München; Christian Kennerknecht; Dr. rer. pol. Christian Leipert, Inst. für Sozialökologie (ISÖ, Bonn/Berlin), Europäisches Institut zur Aufwertung der Erziehungsarbeit (Berlin); Alfred Rollinger, Vizepräsident des Sozialgerichtes Trier a.D. und ehem. Vorsitzender Familienbund, Bistum Trier; - GESCHÄFTSSTELLE Eschbachstr.6, 79199 Kirchzarten, Tel: 07661-62062, Fax: -62338