HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)

 

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 Tübingen, 14. April 2010

erstellt: 15:50 Uhr, Stand 18:40 Uhr

"Bildungsrepublik Deutschland":

"Ein Schwein wird vom ständigen Wiegen nicht fetter." - auf diese Formel brachte die Bildungsgewerkschaft GEW schon vor Jahren ihre Kritik an der "Testeritis", die seit der ersten PISA-Bildungsstudie das Land ergriffen hat. Theoretisch mögen etwa bundesweit-einheitliche Vergleichsarbeiten einen pädagogischen Erkenntnisgewinn liefern. Allerdings verlieren sie ihren Sinn, wenn es aus den Ergebnissen letztlich nicht die notwendigen praktischen Konsequenzen gezogen werden (vgl. HBF-Rubrik "Sparen an Kindern"). Tatsächlich dienen sie bestenfalls dazu, neue bildungspolitische "Reforminitiativen" zu starten. Ein in dieser Beziehung führendes Bundesland (HPL) hat jetzt einen Punkt erreicht, an dem die Lehrer diese Art der politischen Realitätsverweigerung zu Lasten von Kindern und ihren Eltern boykottieren wollen (HPL). Die Ursachen ihrer Kritik sind auch in anderen Bundesländern zu finden (HPL).

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Zu den "Leuchtturm-Projekten" der "modernisierten" Bildungspolitik der PISA-Ära gehört die Lernzeitverkürzung in den Gymnasien (Stichwort: Turbo/G8-Gymnasium). Für viele Kinder und Eltern seither Quelle eines ständigen Leidens und Anlaß für Dauer-Protest (vgl. z.B. HBF 12.11.07). 

Sieht man von dem ausgelösten (konjunkturfördernden) Boom im privaten  Nachhilfe-Markt  ab (vgl. die aktuelle Studie dazu, HPL), so läßt sich nun ein weiterer (nicht unerwarteter) kontraproduktiver Effekt belegen: Bei den Abiturergebnissen in einem G8-Vorreiter-Bundesland ist ein deutlicher Leistungsabfall der Turbo- und gegenüber den G13-Absolventen meßbar (HPL). Die Autoren der Studie empfehlen daher ganz pragmatisch entsprechende nachsorgende Korrekturmaßnahmen an den Hochschulen.

 

 

 

Zum Thema siehe auch:

 

 

 

 

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