HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)

 

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 Tübingen, 12. April 2010

erstellt: 15:25 Uhr, Stand 19:55 Uhr

Demographische Schrumpfungs-Schäden wachsen: 

Kinderlose (und Alte) contra Familien...

Politik antwortet mit Sprachlosigkeit

"Alten und Kinderlosen sind junge Familien egal" - vier Monate nach dem Heidelberger Familienbüro (vgl. HBF 02.12.09) fühlt sich mit der Welt am Sonntag (HPL) immerhin die erste große überregionale Zeitung ebenfalls durch den Befund einer Max-Planck-Studie vom November 2009 alarmiert. Schließlich sprechen sich gerade (alte) Kinderlose dezidiert gegen weitere staatliche (= gesamtgesellschaftliche) Unterstützung für Eltern und ihre Kinder aus. Stattdessen befürworten sie verstärkte finanzielle Zuwendungen für die Rentnergeneration. Vor dem Hintergrund absehbar scharfer Verteilungskonflikte der vergreisenden und schrumpfenden deutschen Gesellschaft (vgl. HBF-Rubrik "Alterung und ihre Folgen") ist dieses Ergebnis mit Erhebungsdaten der Jahre 2003 und 2005 - also lange vor der Weltwirtschaftskrise - tatsächlich höchst beunruhigend.

Allerdings offenkundig nicht für die Politik. Weder die Bundestagsparteien noch die Regierung fühlen sich bislang veranlaßt, zu dieser Studie Stellung zu nehmen oder gar Konzepte zur Entschärfung (z.B. HBF-Rubrik "Kinder/Familienwahlrecht") des sattsam bekannten (vgl. z.B. 5. Familienbericht der Bundesregierung. 1994 und HPL) Gesellschaftskonfliktes zu entwickeln. 

Dabei sind die schon lange prognostizierten, fundamentalen Folgen der Überalterung (vgl. z.B. Jürgen Borchert: Innenweltzerstörung. Sozialreformen in die Katastrophe. 1989) mittlerweile nicht nur für die Wirtschaft (vgl. HBF 09.04.10), sondern ebenso im Alltag von immer mehr Menschen (HPL) mit wachsender Stärke zu spüren. Völlig zu Recht wachsen ihre Sorgen (z.B. HBF 26.02.10 und HPL) und der Eindruck, damit von der Politik alleingelassen zu werden (HPL).

Darüber können vermeintliche Erfolgsmeldungen wie etwa zum Finanzüberschuß der Pflegeversicherung im wirtschaftlichen Krisenjahr 2009 (HPL) nicht hinwegtäuschen......(HPL). 

Kurz: Die (un)heimliche politische Devise "Das Schrumpfen gestalten!" (HPL) ist derzeit nur Wunsch und weit davon entfernt, inspirierende Wirklichkeit zu werden.

 

Zum Thema siehe auch:

 

 

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Leiter des Büros: Kostas Petropulos - FACHBEIRAT: Wiltraud Beckenbach; Dr. Otfried Hatzold, Cycloplan, München; Christian Kennerknecht; Dr. rer. pol. Christian Leipert, Inst. für Sozialökologie (ISÖ, Bonn/Berlin), Europäisches Institut zur Aufwertung der Erziehungsarbeit (Berlin); Alfred Rollinger, Vizepräsident des Sozialgerichtes Trier a.D. und ehem. Vorsitzender Familienbund, Bistum Trier; - GESCHÄFTSSTELLE Eschbachstr.6, 79199 Kirchzarten, Tel: 07661-62062, Fax: -62338