HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)
Bundesweiter Presse- und INFOrmationsDIENST
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Tübingen, 11. Januar 2010
Kapital entfesselter (Arbeits)Markt:
Rezept zur (Selbst)zerstörung der Familien und der Gesellschaft
– Neue Studie des Max-PlanCk-Gesellschaft bestätigt Einschätzungen des Heidelberger Familienbüros
Die Begründer der sozialen Marktwirtschaft um den "Vater des Wirtschaftswunders" Ludwig Erhard stützen ihr Gesamtkonzept auf eine fundamentale Erkenntnis: Die Wirtschaft lebt von Voraussetzungen, die sie selbst nicht schaffen kann. So sei etwa ohne für alle verbindliche ethische Grundwerte „Markt“ gar nicht möglich. Diese Werte jedoch müsse die Wirtschaft aus den Bereichen jenseits des Marktes beziehen: „Familien, Kirche, echte Gemeinschaften und Überlieferung“ (vgl. DLF, Politische Literatur 2003 und z.B. HBF 30.03.09).
Politik, Wirtschaft und die tonangebenden Eliten (nicht nur hierzulande) glaubten in den letzten Jahrzehnten, diese Lehre aus den zwei größten deutschen Katastrophen des letzten Jahrhunderts ungestraft übergehen zu können. Und der wirtschaftliche Erfolg gab ihnen lange Zeit recht.
Allerdings blendeten sie dabei die gesellschaftlichen Folgekosten ihrer marktzentrierten Strategie aus. Zu ihr gehören die - oft beklagten (HPL) - "ausufernden Kosten" eines (nachsorgenden) Sozialstaates, der die wachsenden Schäden einer immer ungezügelteren Markt-Freiheit reparieren muß. Zu ihr gehört ebenso der schon seit Jahrzehnten gerade in Deutschland verfestigte Kinderschwund.
Diese faktengestützte Einschätzung des Heidelberger Familienbüros (vgl. z.B. auch Südwest Presse 29.04.06) wird jetzt durch eine neue Publikation der Max-Planck-Gesellschaft untermauert (HPL). Die internationale Vergleichsstudie stammt dabei aus der Feder eines marktaffinen Vordenkers des aktivierenden und schlanken Sozialstaates (HPL).
Die Richtigkeit dieser MPI-Bewertung wird durch aktuelle Untersuchungen zum Arbeitsmarktrisiko von Müttern mit kinderorientierter Erwerbsbeteiligung (HPL) und den strukturverschiebenden Folgen des Agenda-2010-gerechten Arbeitsmarktes (HPL) bestätigt.
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Leiter des Büros: Kostas Petropulos - FACHBEIRAT: Wiltraud Beckenbach; Dr. Otfried Hatzold, Cycloplan, München; Christian Kennerknecht; Dr. rer. pol. Christian Leipert, Inst. für Sozialökologie (ISÖ, Bonn/Berlin), Europäisches Institut zur Aufwertung der Erziehungsarbeit (Berlin); Alfred Rollinger, Vizepräsident des Sozialgerichtes Trier a.D. und ehem. Vorsitzender Familienbund, Bistum Trier; - GESCHÄFTSSTELLE Eschbachstr.6, 79199 Kirchzarten, Tel: 07661-62062, Fax: -62338