HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)
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Tübingen, 25. Oktober 2010
erstellt: 11:45 Uhr, Stand 19:00 Uhr
Besinnungslose Flucht vor der Demographie
Schrumpf-Alterung zwingt zu längeren Wochenarbeitszeiten
Kapital statt Kinder: Geplatzter Traum vom Betongold schockiert Anleger
Billig-Lösung bei Hartz-IV: Renommierte Juristin nimmt Regierungskonzept auseinander
Wirtschaft beklagt Fachkräftemangel und demonstriert unverblümte Familienfeindlichkeit
Deutschland befindet sich derzeit im (fremdfinanzierten - HPL) Wachstumsrausch. Das hat die Klagen der Wirtschaft über einen Fachkräftemangel stark anschwellen lassen. Allerdings läßt die demographische Entwicklung (derzeit - HPL) noch eine deutliche Verschärfung dieses Problems erwarten (HPL). Darüberhinaus werden selbst deutliche Erfolge bei den politischen Bemühungen um mehr Einwanderer/innen (HPL) zu neuen Mehrbelastungen für die Beschäftigten führen. So werden nach Ansicht von Wirtschaftsexperten die Wochenarbeitszeiten künftig kräftig steigen müssen (HPL).
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Im Bereich der Vermögens- und Alterssicherung läßt sich die Schrumpf-Alterung nach erfolgreich etablierter Ansicht am besten durch vermehrte Kapitalanlagen bewältigen. Die Hoffnungen, dies durch Investitionen in Immobilien erreichen zu können, hat freilich dieser Tage einen beispiellosen und deshalb medial vielbeachteten Rückschlag erlitten (HPL).
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Für Politik und Wirtschaft sind diese Entwicklungen jedoch weiterhin kein Anlaß, sich dem eigentlichen Auslöser - dem Nachwuchsschwund - mit neuer Aufmerksamkeit zuzuwenden. Im Gegenteil. Die Ex-Bundesfamilienministerin und derzeitige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen bekennt sich stolz zu ihrem minimalistischen Konzept bei der Umsetzung des Hartz-IV-Urteils des Bundesverfassungsgerichtes (vgl. z.B. HBF 10.02.10) - gerade auch mit Blick auf die Kinder (HPL). Dabei gibt es schwerwiegende, rechtliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des gesamten Vorhabens, wie eine renommierte Juristin in ihrer gründlichen Analyse (HPL) darlegt.
Eine ähnliche gesellschafts- wie personalpolitische "Weitsicht" demonstriert dieser Tage ebenfalls die Wirtschaft. Dabei ist ihr Kampf gegen die Erhöhung der europäischen Mindeststandards beim Mutterschaftsurlaub (vgl. HBF 20.10.10) nur eine Seite ihrer facettenreichen Familienfeindlichkeit, die sie weiterhin ganz unverblümt an den Tag legt (HPL).
Kurz: Es gilt unverändert das vernunftfreie Motto "Es muß erst noch viel schlimmer kommen, bevor es besser werden kann!"
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Leiter des Büros: Kostas Petropulos - FACHBEIRAT: Wiltraud Beckenbach; Dr. Otfried Hatzold, Cycloplan, München; Christian Kennerknecht; Dr. rer. pol. Christian Leipert, Inst. für Sozialökologie (ISÖ, Bonn/Berlin), Europäisches Institut zur Aufwertung der Erziehungsarbeit (Berlin); Alfred Rollinger, Vizepräsident des Sozialgerichtes Trier a.D. und ehem. Vorsitzender Familienbund, Bistum Trier; - GESCHÄFTSSTELLE Eschbachstr.6, 79199 Kirchzarten, Tel: 07661-62062, Fax: -62338