HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)
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Tübingen, 26. Mai 2010
erstellt: 15:10 Uhr, Stand 16:25 Uhr
Geburteneinbruch 2009:
Elterngeld kürzen, Mütterquoten für die Wirtschaft,.. – oder sich besser um den Euro kümmern?
„Generation Weichei“ – Vom Wohlstand verwöhnte Jugend zu feige für Kinder!(?)
Deutschland im absoluten Geburtentief - und die (ver)öffentlich(t)e Meinung nimmt tiefsten Anteil an der Entscheidung des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, sein persönliches Heil (lieber) in der Wirtschaft zu suchen. Geldanleger wiederum plagt in der Euro-Dauerkrise die Sorge um sichere Fluchthäfen, die sie etwa in bundesrepublikanischen Staatsanleihen gefunden zu haben glauben (HPL).
Nur der kleinste Teil der überregionalen Medien (HPL) hält die fundamentalen Wirkungen der demographischen Abwärtstrends (Alterung + Schrumpfung), wie sie renommierte Fachleute beschreiben (vgl. die aktuellste Analyse von... - HPL), für schwerwiegend genug, um diesem Thema gerade in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise Raum zu geben. Auch die Bundesfamilienministerin sieht keinen Anlaß zu größerer Aufmerksamkeit. Auf Anfrage bekräftigt sie lediglich die Richtigkeit des bisherigen familienpolitischen Weges und hält ansonsten nichts von der Forderung nach einer Mütterquote in der Wirtschaft (HPL) - wobei sie allerdings eine gesetzliche Frauenquote zum Schutz vor Diskriminierung nicht grundsätzlich ausschließt (HPL).
Ein Nachdenken über die Ursachen und Auswege aus dem beschleunigten demographischen Abwärtstrend findet faktisch nur bei wenigen Redaktionen, Politikern/innen und Experten statt (HPL). Daß bei ihren Vorschlägen Diskussionsbedarf besteht, ist unstrittig (HPL)....
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Freilich kann man sich des Themas zwar auch annehmen, es sich aber dabei besonders leicht machen. Anschaulich führt das eine als seriös eingestufte Redaktion mit ihrem aktuellen Schwerpunktthema vor. Gestützt auf einschlägige Statistiken und Expertenvoten attestiert sie der nachwachsenden Generation eine wohlstandsbedingte Risikoaversion (HPL). Trotz "historisch einmalig guter Lebenschancen" zeige sie z.B. unverständlicherweise einen mangelnden Mut zur Umsetzung von Kinderwünschen.
Kurz: Der demographische Abwärtstrend dürfte ungebremst weitergehen.
Zum Thema siehe auch:
Banken retten, statt in Kinder investieren - Politakteure im Dauerstreß und in der Glaubwürdigkeitsfalle (HBF 05.05.10)
WESTFALENPOST 26.05.2010
Geburtenmangel
MÜTTERQUOTE FÜR BABYBOOM
Hagen. Noch nie sind in Deutschland weniger Kinder zur Welt gekommen als 2009. Daher haben Politiker und Experten eine „Mütterquote“ gefordert: Frauen und Männer, die Kinder großziehen, sollen von Unternehmen bevorzugt eingestellt und befördert werden.
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Nina Grunsky
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(....) Vor allem aber brauchten Eltern - mehr noch als eine Quote - sichere Arbeitsplätze und einen auskömmlichen Lohn, betont Kostas Petropulos vom HEIDELBERGER FAMILIENBÜRO: „Derzeit aber bekommt die Hälfte aller Berufseinsteiger nur befristete Verträge - und das über Jahre hinweg.“
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Leiter des Büros: Kostas Petropulos - FACHBEIRAT: Wiltraud Beckenbach; Dr. Otfried Hatzold, Cycloplan, München; Christian Kennerknecht; Dr. rer. pol. Christian Leipert, Inst. für Sozialökologie (ISÖ, Bonn/Berlin), Europäisches Institut zur Aufwertung der Erziehungsarbeit (Berlin); Alfred Rollinger, Vizepräsident des Sozialgerichtes Trier a.D. und ehem. Vorsitzender Familienbund, Bistum Trier; - GESCHÄFTSSTELLE Eschbachstr.6, 79199 Kirchzarten, Tel: 07661-62062, Fax: -62338