HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)

 

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 Tübingen, 15. Januar 2010

Stand 13:20 Uhr

 

Unicef-Bericht zur Lage der Kinder (in den Industrienationen): 

Verstörende Ergebnisse – von begrenztem Neuigkeitswert!(?)

 

Mit ihren pessimistischen Erwartungen an die eigene Zukunft sind Deutschlands Jugendliche  international Spitze - so das "augenfälligste Ergebnis" des neuesten Unicef Berichts zur Lage der Kinder in den Industrienationen. Rund ein Viertel der 15jährigen würde nämlich davon ausgehen, im Beruf als Billig-Jobber zu enden. Angeblich seien die Erwachsenen hierzulande "in den letzten Jahren in einen Pessimismus reingerutscht", der an die Jugend vererbt werde, so erläutert dazu  der Studienautor, Prof. Hans Bertram von der Humboldt-Universität Berlin (HPL). Diese Botschaft war einigen Medien doch noch eine Nachricht wert. 

Dabei strotz die UNICEF-Studie nur so von irritierenden Befunden, die der "modernisierten" Familien-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik nach der Jahrtausendwende viele ihrer Argumente rauben. 

Angefangen mit der Hauptthese von der grassierenden Schwarzseherei der Jugend. Anders als die Studienautoren erklären, hat der berufliche Pessimismus beim Nachwuchs tatsächlich kräftig abgenommen! Zwischen 2000 und 2006 ist - laut UNICEF-Daten - die Erwartung, als Billig-Jobber leben zu müssen, von 34,1% auf 24,6% gesunken (HPL). In anderen, weniger reformeifrigen Staaten wie Frankreich oder der Schweiz, ist der Rückgang aber drastischer ausgefallen (HPL). 

Noch weit aufschlußreicher ist die genaue Analyse der aktuellen UNICEF-Rangliste.....(HPL).

.......

 

Bemerkenswert bleibt schließlich die Tatsache, daß Hans Bertram, der auch Chefberater der Bundesregierung ist, im Rahmen der neuen UNICEF-Studie seine bisherige arbeitsmarktorientierte, familienpolitische Konzeption (vgl. z.B. 7. Familienbericht in: HBF 2005) deutlich abschwächt .....(HPL)

 

 

Zum Thema siehe auch:

 

 

 

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