HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)
Presse- und INFOrmationsDIENST
TRÄGER: DEUTSCHER ARBEITSKREIS FÜR FAMILIENHILFE e.V., FREIBURG/BR
HBF-INFODIENST, Biesinger Str. 16, 72070 Tübingen, Tel: 07071-400690, PC-Fax: -400691, E-Post/Mail: FamilienbueroHD@kabelbw.de oder hbf-infodienst@heidelberger-familienbuero.de, www.heidelberger-familienbuero.de
SPENDENKONTO: Bankhaus Mayer (Freiburg), Kto.-Nr. 1415280 (BLZ 680 300 00) - Kennwort: ”Familienbüro"
HBF-Aktuell - HBF-Aktuell - HBF-Aktuell - HBF-Aktuell - HBF-Aktuell
Tübingen, 15. Dezember 2010
erstellt: 15:45 Uhr
Familienministerin kündigt besseren Kinderschutz an, aber:
Krankenkassen schränken Hilfen für überforderte Mütter spürbar ein
Bundesregierung verzichtet auf sofortige Kürzung der Hartz-IV-Bezüge für Kinder
Hartz-IV-Eltern sichern Einsparungserfolg beim Elterngeld
Zeit- und Geldmangel gehören zu den größten seelischen Belastungsfaktoren für Eltern. Bei Alleinerziehenden schlagen sie noch viel stärker zu Buche. Diese Belastungen wirken sich - laut AOK Gesundheitsstudie (HPL) - nachweislich auf das Erziehungsverhalten der Eltern und die Gesundheitslage ihrer Kinder aus.
Auch Jugendforscher bestätigen einen erschreckend klaren Zusammenhang zwischen ökonomischer Armut und massiven Erziehungsproblemen. So haben Kinder von Alleinerziehenden eine fünffach höhere Wahrscheinlichkeit ins Heim zu kommen als Kinder aus vollständigen Familien (HPL).
Gestern hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder nun eine neue Gesetzesinitiative zum verbesserten Schutz für Kinder vor Vernachlässigung und Gewalt angekündigt (HPL). Ziel sei es, gefährdeten Kindern früher als bisher Hilfen zukommen zu lassen.
Die dürften künftig viel stärker gefragt sein angesichts mehrerer Entwicklungen, die die Zahl der Risikofamilien wohl in die Höhe treiben werden. So
sind die Krankenkassen in diesem Jahr wieder zu spürbaren Einschränkungen bei der Gewährung stationärer Hilfen für überforderte Mütter und ihre kranken Kinder ("Mutter bzw. Vater-Kind-Kuren") übergangen. Nach einer gesetzlichen erzwungenen leichten Verbesserung in den Jahren 2007 und 2008 hat im Jahr 2009 eine Trendumkehr eingesetzt, die sich laut Müttergenesungswerk in diesem Jahr mit einem Minus von 3 % verfestigt hat (HPL). Dabei berichten die Krankenkassen selbst von einem rasanten Anstieg psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren (HPL), der gerade bei Frauen besonders ausgeprägt ist (HPL). - Angesichts der gesundheits- und gesellschaftspolitisch kontraproduktiven Kassen-Einsparungen bei den Müttern und ihren Kindern zeigt sich mittlerweile die CDU/CSU-Fraktion beunruhigt (HPL). Die Bundesregierung will sich zunächst noch auf die Beobachtung der Entwicklung beschränken.
sehen etwa Jugendämter den deutlichen Anstieg von Gewalt gegen Kindern in der Familien im Zusammenhang mit der staatlich geduldeten Armut im Rahmen der bisher geltenden Hartz-IV-Regelungen (HPL). Trotz unmißverständlicher Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes (HPL) und unübersehbarer Defizite für Familien (HPL) will Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen die Hartz-Regelsätze für Kinder jedoch nicht erhöhen. Nach ihrer Mathematik sei sogar eine Kürzung angebracht, die nicht sofort, sondern erst in den nächsten Jahren wirksam werden soll (vgl. HBF 2010a).
hält die Bundesregierung gerade junge Hartz-IV-Familien offenkundig für materiell überversorgt, weshalb die politisch gewünschten Einsparungen beim Elterngeld vor allem bei dieser Eltern-Klientel "erwirtschaftet" werden (vgl. HBF 2010b).
Zum Thema siehe auch:
Hilfen für kranke Mütter und Kinder: Krankenkassen schränken gesetzliche Pflichtleistung ein - Regierung gibt sich unbesorgt (HBF 31.05.10)
HBF-Rubrik "Kinderschutz/Gewalt gegen Kinder"
Die InformationsFlut ist billig zu haben - Durchblick hat jedoch seinen Preis!
HBF-Premium/PLUS-Abonnenten/innen finden die aktivierten HPL-Links und weitere Einzelheiten ab 16:00 Uhr HIER
Abonnenten/innen des HBF-Basisdienstes (5 bzw. 10 Euro/Monat, monatlich kündbar) finden die Informationen HIER
Nutzer/innen des HBF-SCHNUPPER-Abos finden die Informationen HIER
zurück zur Übersicht:

Leiter des Büros: Kostas Petropulos - FACHBEIRAT: Wiltraud Beckenbach; Dr. Otfried Hatzold, Cycloplan, München; Christian Kennerknecht; Dr. rer. pol. Christian Leipert, Inst. für Sozialökologie (ISÖ, Bonn/Berlin), Europäisches Institut zur Aufwertung der Erziehungsarbeit (Berlin); Alfred Rollinger, Vizepräsident des Sozialgerichtes Trier a.D. und ehem. Vorsitzender Familienbund, Bistum Trier; - GESCHÄFTSSTELLE Eschbachstr.6, 79199 Kirchzarten, Tel: 07661-62062, Fax: -62338