HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)

 

 PRESSEDIENST

 

Überparteilich / Verbandsunabhängig / Spendenfinanziert

 

 TRÄGER: DEUTSCHER ARBEITSKREIS FÜR FAMILIENHILFE e.V., FREIBURG/BR

 

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 Tübingen, 25. Januar 2010

Kann denn Liebe Arbeit sein?

 – Neues vom Expertenstreit über bezahlte Familienarbeit

Familienarbeit wird i.d.R. immer bezahlt (z.B. bei Tagesmüttern, in Krippen und Kitas), solange sie nicht von den Eltern selbst ausgeübt wird. Das Elterngeld selbst ist erklärtermaßen keine Honorierung dieser Arbeit. Es soll lediglich den Einkommensausfall bei kindbedingter "Arbeitslosigkeit" ausgleichen. Daher ist seine Höhe nicht pauschaliert und nicht auf die Dauer der geleisteten Familienarbeit ausgerichtet, sondern einkommensabhängig gestaffelt. Konsequenterweise bekommen junge Vollzeit-Mütter (und Väter) ohne (bzw. ausreichend lange) vorherige Erwerbstätigkeit nur den monatlichen Sockelbetrag von 300 Euro, der auch Eltern mit einer 30-stündigen Wochenarbeitszeit zusteht. 

Die staatliche Subvention von bis zu 1000 Euro/Monat für einen Krippenplatz erhalten zudem nur Eltern, die auf eine persönliche Betreuung ihrer Kinder während der üblichen Arbeitszeiten verzichten.

Das sind schon seit Jahren (nicht nur) für Fachleute einige Anlässe, ernsthaft über die Möglichkeit bezahlter Familienarbeit nachzudenken (vgl. z.B. HBF-Rubrik "Debatte ums Erziehungsgehalt/einkommen"). Auf einer Tagung setzten kürzlich renommierte Experten/innen die Diskussion fort. Ihre Vorträge und mehrere Medienbeiträge sind inzwischen dokumentiert und zugänglich.

 

 

Zum Thema siehe auch:

 

 

 

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Leiter des Büros: Kostas Petropulos - FACHBEIRAT: Wiltraud Beckenbach; Dr. Otfried Hatzold, Cycloplan, München; Christian Kennerknecht; Dr. rer. pol. Christian Leipert, Inst. für Sozialökologie (ISÖ, Bonn/Berlin), Europäisches Institut zur Aufwertung der Erziehungsarbeit (Berlin); Alfred Rollinger, Vizepräsident des Sozialgerichtes Trier a.D. und ehem. Vorsitzender Familienbund, Bistum Trier; - GESCHÄFTSSTELLE Eschbachstr.6, 79199 Kirchzarten, Tel: 07661-62062, Fax: -62338