HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)

 

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 Tübingen, 13. Oktober 2010

erstellt: 14:10 Uhr

 

Kapital statt Kinder:

Politik und Versicherungs/Wirtschaft siegen sich zu Tode: 

Ratingagentur und renommierter Wirtschaftsprofessor lassen demographische Versicherungs-Illusionen platzen

 

Die "moderne Familienpolitik" aus organisierter Kinderbetreuung und Elterngeld sorgt mittlerweile auch bei den Experten für demographische Ernüchterung (HPL). Entgegen ihren ursprünglichen Verheißungen (HPL) läßt der "Geburtenboom" hierzulande weiter auf sich warten (vgl. HBF-Rubrik "Geburten"). Damit nähern sich die Experten/innen dem Erkenntnisstand, den das Heidelberger Familienbüro bereits 2002 in einem Gastbeitrag für die die Süddeutsche Zeitung dargelegt hat.   

Allerdings sind Fachleute immerhin weiter als die amtierende Platzhalterin an der Spitze des Bundesfamilienministeriums. (Auch) Zum Leidwesen von Parteikollegen (HPL) beklagt die gelernte Extremismus-"Expertin" lieber die vermeintliche Deutschfeindlichkeit von Einwandererkindern (vgl. dazu HBF 08.10.10), statt die bisherigen Regierungs-Rezepte gegen den ungebremsten Kinderschwund kritisch auf den Prüfstand zu stellen.

Daß es dazu allen Anlaß gibt, bestätigt gerade wieder die demographische Expertise einer der weltweit größten und einflußreichsten Ratingagentur. Bei ihrem neuesten, globalen Vergleich zu den altersbedingten Folgelasten kommt auch sie zu alarmierenden Befunden (HPL). Die Quittung dafür werden die Regierungen und Steuerzahler an den internationalen Finanzmärkten schmerzhaft zu spüren bekommen. Selbst die Versuche eines immer noch tonangebenden Ex-Wirtschaftsweisen, diese Ergebnisse zu relativieren, liefern reichlich Stoff für tiefste Besorgnis (HPL).   

Für weitere Ernüchterung sorgt schließlich noch die Einschätzung der öffentlichen Haushalte und der Kapitalströme durch einen renommierten und treu-liberal Wirtschaftsprofessor (HPL). Seine Analyse entzieht dem hierzulande von Politik und Versicherungs/Wirtschaft erfolgreich etablierten Rezept, dem Kinderschwund durch mehr Kapitalanlagen zu begegnen (= Kapital statt Kinder per Riester- oder Rürup-Rente und demnächst Pflege-Riester) jegliche Plausibilität.

 

  

Zum Thema siehe auch:

 

 

 

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