HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)

 

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 Tübingen, 15. März 2010

erstellt: 12:25 Uhr, Stand 13:10 Uhr

Unfruchtbare Vorbilder

Frauenquote und Karriere bis zum Umfallen 

– Fortschritt für Mütter und Väter?

Als erstes Dax-Unternehmen führt die Deutsche Telekom eine Frauenquote für die Führungsebene ein (HPL) - damit sichert sich das Unternehmen den Beifall der Politik, Medien und Öffentlichkeit (HPL). Ob das einen gesellschaftlichen und familienpolitischen Fortschritt darstellt, ist allerdings zweifelhaft. 

Das Unternehmen begründet diesen Schritt damit, daß seine "jahrelangen Maßnahmen zur Frauenförderung redlich und gut gemeint" gewesen seien, "der durchschlagende Erfolg" aber "wie in allen großen Unternehmen leider" ausgeblieben sei (HPL). Als Konsequenz daraus solle die neue Quote mit einem "systematischen Aufbau weiblicher Talente in Führungspositionen" und einem "Programm zur Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben" verknüpft werden. Dies bedeute jedoch "auf keinen Fall", daß die Deutsche Telekom die "Anforderungen an Bewerber für Führungspositionen heruntersetze" (HPL).

Im Gegensatz zur männlichen Konzernführung äußert die neue Bundesfamilienministerin zaghaft grundsätzliche Zweifel an dieser Vorstellung (HPL) - was ihrer demonstrativen Freude am Vorgehen des Bonner Telekommunikationsriesen und der Hoffnung auf viele Betriebe, die diesem Vorbild folgen, indes keinerlei Abbruch tut (HPL).

Tatsächlich ist die Lust, das etablierte, männliche Karrieremodell in Deutschland bruchlos zu kopieren, bei vielen Frauen und zunehmend mehr Männern nur "unzureichend" entwickelt.... (HPL). 

Zudem lehrt schließlich der Blick auf das familienpolitisch gern zitierte Ausland, daß es durchaus Alternativen zum deutschen Karriere-Ideal gibt (HPL). Freilich erscheinen sie im Land des Export-Vizeweltmeisters immer noch als kaum umsetzbar (HPL). 

 

 

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