HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)
Bundesweiter Presse- und INFOrmationsDIENST
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Tübingen, 03. Januar 2011
erstellt: 11:10 Uhr
Feminismus in der Arbeitsmarktfalle!
– FREITAG-Interview mit dem HEIDELBERGER FAMILIENBÜRO
zum neuen „Babyboom“ und der modernen Familienpolitik
Die (vorläufigen) Geburtenzahlen 2010 (vgl. HBF 20.12.10) haben der Familienpolitik im gerade abgelaufenen Jahr ein nach-weihnachtliches (Medien-)High-Light verschafft (siehe dazu auch HBF 03.01.11a). Über die Bewertung dieser Zahlen und die Zwischenbilanz der "modernen Familienpolitik" seit der Jahrtausendwende hat die Wochenzeitung DER FREITAG mit dem Heidelberger Büro für Familienfragen und soziale Sicherheit (HBF) ein längeres Interview geführt (s.u.). Dabei kam auch die Verantwortung "des" Feminismus für die grassierende Geringschätzung der Familienarbeit zur Sprache, die Vergleiche mit "Vorbildstaaten" - und die Alternative zur gegenwärtigen Arbeitsmarktfixierung der Familienpolitik:
Familienpolitik
"Das ist der feministische Grundirrtum"
Elterngeld und Kitaplätze sollen nur die Eltern dem Marktdiktat unterwerfen, sagt Kostas Petropulos vom Heidelberger Familienbüro. Er fordert ein Erziehungsgehalt
Ulrike Winkelmann
....
PETROPULOS: ....Um Gerechtigkeit zu schaffen, müsste die Gleichwertigkeit aber auf dem Feld der Familienarbeit gesucht werden, und zwar mit dem zentralen Mittel, das die Gesellschaft kennt, um Anerkennung auszudrücken: Geld. Wir brauchen ein Erziehungsgehalt...
DER FREITAG: … mit dem die Frauen dann allesamt wieder nach Haus an den Herd geschickt werden. Dann bekommen sie eben 600 oder 700 Euro dafür, dem Mann die Bude sauber zu halten und ihm zum Abendessen die gewaschenen Kinder vorzuzeigen.
(....)
DER FREITAG: …Genau deshalb wird er aber seine hochproduktiven Arbeitskräfte nicht aus den Klauen lassen und es zuallerletzt dulden, dass die Leute sich mit einem Erziehungsgehalt in Teilzeitjobs verdrücken und ihrem Nachwuchs den halben Tag lang Pixibücher vorlesen.
....
Das vollständige Interview können Sie online beim FREITAG nachlesen
Zum Thema siehe auch:
Im Gespräch: „Nur ein Narr ändert seine Meinung nie“. BERT RÜRUP entwarf für die SPD das Elterngeld. Heute würde er das Geld lieber in Betreuung und Bildung stecken. DER FREITAG 06.12.2010 12:55. Ulrike Winkelmann
Mehr Kinder 2010: Babyboom oder nur statistisches Phantom? (HBF 03.01.11)
Führende Sozialexpertin beklagt "unproduktive" Hausfrauen in Zeiten des Fachkräftemangels (HPL)
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Leiter des Büros: Kostas Petropulos - FACHBEIRAT: Wiltraud Beckenbach; Dr. Otfried Hatzold, Cycloplan, München; Christian Kennerknecht; Dr. rer. pol. Christian Leipert, Inst. für Sozialökologie (ISÖ, Bonn/Berlin), Europäisches Institut zur Aufwertung der Erziehungsarbeit (Berlin); Alfred Rollinger, Vizepräsident des Sozialgerichtes Trier a.D. und ehem. Vorsitzender Familienbund, Bistum Trier; - GESCHÄFTSSTELLE Eschbachstr.6, 79199 Kirchzarten, Tel: 07661-62062, Fax: -62338