HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)
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Tübingen, 7. März 2011
erstellt: 12:15 Uhr, Stand 19:45 Uhr
Zum internationalen Frauentag 2011:
Die Hausfrau stirbt aus – ihre Arbeit bleibt!
– Internationale Wirtschaftsorganisation bestätigt herausragenden Wohlstandsbeitrag marktfreier Arbeit
Der Weltrauentag 2011 ist für die weibliche Elite (HPL) und die einschlägigen Expertinnen/en (HPL) Anlaß, sich (wieder) über den geringen Anteil von Frauen in den Top-Positionen der Wirtschaft Sorgen zu machen. Im glatten Gegensatz dazu und zur offenkundigen Verblüffung der (schweigenden) Medien nimmt die (bekannt wirtschaftsaffine) Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) den 8. März zum Anlaß, um auf die unverändert stabile Mißachtung einer weiblichen Leistung aufmerksam zu machen: Die unbezahlt erbrachte Haus- und Familienarbeit (HPL), die selbst im Zeitalter der "verschwindenden Hausfrau" (HPL) fortbesteht.
Die Pariser Wirtschaftsexperten weisen darauf hin, daß die übliche Wohlstandsmessung per Bruttosozialprodukt nicht nur entscheidend unvollständig, sondern sogar völlig irreführend sind (HPL). Der Wert der unbezahlten Arbeitsleistung macht im internationalen Durchschnitt rund 50% des erwirtschafteten Bruttosozialproduktes aus (HPL). Und genau wie in Deutschland wird diese Arbeit auch in den frauen- bzw. familienpolitischen "Vorbildstaaten" vor allem von den Frauen und Müttern erbracht (HPL). In den skandinavischen Ländern spielt es dabei sogar fast keine Rolle, ob die Männer erwerbstätig oder arbeitslos sind - ihr Anteil an der familiären Kinderbetreuung ändert sich dabei nur minimal (HPL).
Diese Fakten sind der Hintergrund für die gesellschaftlich innovativen Forderungen nach einer materiellen Honorierung der Familienarbeit per Erziehungsgehalt (vgl. HBF-Rubrik "Erziehungsgehalt/Einkommen" - siehe zum Thema heute auch das gerade veröffentlichte Modell "Professioneller Elternschaft" der internationalen my way-Stiftung - vgl.. HBF Lesetip 07.03.11). Damit sollen Eltern nicht nur die Chance auf mehr wirtschaftlich abgesicherte Zeit für ihre Kinder bekommen; zugleich soll die verdrängte, (bislang) weibliche "kostenlose Arbeit" das notwendige wirtschaftliche Gewicht innerhalb der familiären Partnerschaften und der gesamten Volkswirtschaft erhalten.
Zum Thema siehe auch:
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