HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)
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Tübingen, 27. Mai 2011
erstellt: 18:40 Uhr
Politisch enthemmter Wettbewerb:
Kassen-Studie bescheinigt Mütter-Kind-Kuren hohe Effektivität
– Krankversicherungen streichen sie trotzdem zusammen
Die schwarz-gelb-roten Weichenstellungen in der Gesundheitspolitik unter dem Motto "Mehr Wettbewerb" haben die Kassen unter gewaltigen Spardruck gesetzt. Um ihre KV-Beiträge zu halten und politisch erzwungene Zusatzbeiträge zu vermeiden (vgl. dazu auch HBF 25.05.11), schränken sie lieber ihr Leistungsspektrum ein - selbst wenn damit mittelfristig ihre Ausgaben steigen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Umgang mit den Mütter/Vater-Kind-Kuren für erschöpfte und deshalb erkrankte Eltern und ihre Kinder..
Im neuesten Gesundheitsbericht der hkk-Versicherung wird diese stationäre Rehabilitationsleistung nach einer systematischen Analyse als Maßnahme "mit unumstrittenen Nutzen" eingestuft (vgl. hkk-Pressemitteilung). Damit bestätigt die KV, was Experten schon längst nachgewiesen haben (vgl. z.B. HBF 10.03.2005). Dennoch sind die Krankenkassen seit 2009 dabei, diese Leistung deutlich herunterzufahren (vgl. z.B. HBF 15.12.10 und HBF 21.04.11). Bislang beschränkt sich die Regierung auf die Beobachtung dieser Entwicklung. Für eine Drohung mit Geldstrafen oder gar der Abberufung von Kassenvorständen (vgl. z.B. Spiegel-Online 23.05.11) sieht der neue Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) jedenfalls bislang keinen Anlaß.
BUNDESRECHNUNGSHOF zur Praxis der Krankenkassen bei MUTTER-KIND-KUREN: "Willkür und Beliebigkeit" - DER SPIEGEL 30.05.11, Nr. 22, Seite 68
Jahrespresskonferenz des Müttergenesungswerkes mit Bettina Wulff am 31. Mai, 13:00 Uhr, Bundespresseamt (Berlin): Kassen machen weiter Druck auf Mutter/Vater-Kind-Kuren - Entwicklung und Folgen.
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Leiter des Büros: Kostas Petropulos - FACHBEIRAT: Wiltraud Beckenbach; Dr. Otfried Hatzold, Cycloplan, München; Christian Kennerknecht; Dr. rer. pol. Christian Leipert, Inst. für Sozialökologie (ISÖ, Bonn/Berlin), Europäisches Institut zur Aufwertung der Erziehungsarbeit (Berlin); Alfred Rollinger, Vizepräsident des Sozialgerichtes Trier a.D. und ehem. Vorsitzender Familienbund, Bistum Trier; - GESCHÄFTSSTELLE Eschbachstr.6, 79199 Kirchzarten, Tel: 07661-62062, Fax: -62338