Populäre Irrtümer zur Demographie:
Warum Deutschland seinen Kinderschwund nicht stoppt
– SWR2-Vortrag von K. Petropulos, 03. Oktober 2013
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Ausländische Beobachter des Bundestagswahlkampfes staunten darüber, daß die Schrumpf-Alterung der Bevölkerung für die Parteien (und Medien) trotzt ihrer massiven Auswirkungen auf Gesellschaft, Sozialstaat und Wirtschaft (vgl. HBF-Themen-Archiv) nicht zu existieren scheint (HPL und HBF 23.09.13). Immerhin dämmert den Wählern/innen dennoch, wie enorm der Handlungsbedarf hier ist (HPL).
Tatsächlich ist etwa trotz der "modernisierten" Familienpolitik aus Elterngeld und forciertem Kita-Ausbau gemäß den neuesten Zahlen der Kinderwunsch sowohl bei Kinderlosen wie bei Familien nach einem vorübergehenden Anstieg wieder im Sinken (vgl. HBF-Statistiken). Auch die heute gemeldeten aktuellen Geburtenzahlen des Statistischen Bundesamtes für das laufende Jahr (HPL) lassen bestenfalls eine anhaltende Stagnation auf dem bekannt niedrigem Niveau erwarten. Trotzdem gibt es weiterhin keinen Druck der Öffentlichkeit auf die Politik, demographisch entschieden gegenzusteuern – stattdessen beschwören Regierung und Experten unverdrossen die "Chancen des Alterns" (vgl. z.B. HBF 2013a,b).
In einem Vortrag für den Südwestrundfunk (SWR) geht deshalb der Leiter des Heidelberger Familienbüros, Kostas Petropulos, am 3. Oktober der Frage nach den Gründen und der inhaltlichen Substanz dieser demographischen "Gelassenheit" nach:
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Aula:
Populäre Irrtümer zur Demografie
Warum Deutschland seinen Kinderschwund nicht stoppt
Von Kostas Petropulos
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Der anhaltende Nachwuchsmangel lässt die Bevölkerung immer schneller altern und in absehbarer  Zeit auch kräftig schrumpfen. Das hat Folgen für die Gesellschaft, den Sozialstaat und die Wirtschaft.  Trotzdem stößt die Forderung nach einer grundlegenden, familienorientierten Neuausrichtung des  Gemeinwesens weiterhin auf taube Ohren. Stattdessen pflegt das Land kollektiv die Hoffnung, den  sogenannten demografischen Wandel gestalten zu können. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um  populäre Irrtümer, denen die Politik, die Medien, die Bevölkerung und die tonangebenden Experten  anhängen. Welche Mythen das sind, erläutert Kostas Petropulos, Leiter des Heidelberger Büros für  Familienfragen und soziale Sicherheit.
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HBF-Service:
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Inhaltsübersicht zum Vortrag:
 
„Großzügige Familienförderung“
Alterssicherung als „Zukunftsvorsorge“
„Kapital statt Kinder zur Altersvorsorge“
„Mehr Frauen auf den Arbeitsmarkt“
Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre und eine höhere Erwerbsquote für Ältere
Steigerung der Produktivität
Mehr Einwanderung
Fazit: Nachwuchsförderung alternativlos
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Technischer Hinweis:
Der Vortrag ist im Web-Radio (Livestream) von SWR2 mitzuhören und danach als podcast verfügbar – genauso wie das vollständige Manuskript
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Die VOLLTEXT-Version (3.215 Wörter) mit aktivierbaren HPL-Links steht nur unseren Abonnenten/innen zur Verfügung: Die Premium/Plus– / die Basis-Dienst– / die HBF-Test-Abo-Fassung (ab 18:45 Uhr)
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Zum Thema siehe auch:
  • HBF-Themen-Archiv "Alterung/Vergreisung: Entwicklung/Folgen/Reaktionen" (HPL)

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