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Fracking in den USA:

Billiges Wachstum durch Selbstzerstörung

– (Er)Nüchtern(d)er Bericht eines Landeskenners über den

Weg zur Energie-Weltmacht als Lehrstück für Europa

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HBF-INFO-Tip  Tübingen 27. Juni 2014, erstellt 21:41 Uhr, Stand 21:47 Uhr

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Bei den laufenden Freihandelsgesprächen zwischen den USA und der EU (TTIP und TISA) bieten sich die Vereinigten Staaten auch als neuer Energiepartner für Europa an. Durch intensive Nutzung der sogenannten Fracking-Technologie konnten sie die Erschlíeßung von Erdgasreserven drastisch erhöhen, so daß sie nicht nur ihren eigenen Engergiebedarf decken, sondern sogar ihre Gas-Überschüsse exportieren möchten. Damit könne Europa nicht nur seine Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen beenden, sondern sich auch die aufwendige Energiewende nach deutschem Muster ersparen.

Allerdings ist der ökologische und gesellschaftliche Preis für diesen Weg zur neuen Energieunabhängigkeit extrem hoch, wie der ausführliche Bericht eines guten Landeskenners der USA verdeutlicht. Nach bisherigen europäischen Maßstäben ist das offenkundig kein Erfolgsmodell, das sich zur Nachahmung empfiehlt:

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WDR5 Sendung vom 05.06.2014

Neugier genügt

REDEZEIT MIT RALPH SINA

FRACKING IN THE USA

Bundesumweltminister Gabriel plant offenbar Gesetze zur Gasförderung in tiefen Erdschichten – auch Fracking genannt. Die USA sind da schon längst weiter. Fracking wird dort als Energie-Heilsbringer von vielen angesehen.

 

Die Sendung zum Nachhören und Download

 

Vor allem US-Konservative haben sich in die Idee vom Fracking verliebt. Es verspricht in erster Linie Unabhängigkeit vom Öl der Dauerkrisenregion „Naher und Mittlerer Osten“ und billige Energie für die darbende US-Industrie. Mit Fracking – so der Traum – könnte man sich langfristig aus vielen Kriegen und Unruhegebieten der Arabischen Welt zurückziehen. Auch US-Präsident Obama kann sich diesen hochschwingenden Utopien kaum entziehen. In den USA ist eine Goldgräberstimmung in Sachen Fracking ausgebrochen. Besonders im US-Bundesstaat Pennsylvania wird die umstrittene Gasförderung aus tiefen Erdschichten vorangetrieben. Doch auch Umweltschützer in den USA laufen Sturm gegen das Fracking.

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Unser Mann in Washington: Ralph Sina

Darüber sprechen wir mit unserem US-Korrespondenten. Ralph Sina – Jahrgang 1955 – ist seit 2009 Leiter des Hörfunkstudios in der US-Hauptstadt Washington D.C. Zuvor war er ARD- Korrespondent für Zentral- und Ostafrika und Reporter in den Tsunami-Katastrophengebieten in Asiens.

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Zum Thema siehe auch:

 

 

Veröffentlicht von admin

Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit

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