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Politischer Kampf für das Turbo-Abitur:

Ein notwendiger Beitrag zur Förderung der Chancengerechtigkeit

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HBF-Lese-Tip Tübingen 31. März 2014, erstellt 21:20 Uhr

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Der jahrelange und anhaltende Protest gegen das G8/Turbo-Abitur in Westdeutschland zwingt immer mehr Landesregierungen zum politischen (Teil-)Rückzug. Einzelne Regierungen wollen dennoch hart bleiben und weiterhin keine Rückkehr zum alten G9-Gymnasium. Heute rechtfertigte dies ein Minister als Beitrag zur Schaffung von mehr Chancengleichheit:

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taz 31.03.2014

ABI-STREIT

„Stadtteilschule ist ein Erfolg“

Kommt G9 an Gymnasien, gerät Hamburgs Schul-Modell unter Druck, warnt Schulsenator Ties Rabe. Man müsste Stadtteilschulen schließen und Gymnasien bauen

Interview: Kaija Kutter

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taz: (…) Aber ist dieses Modell noch zu halten, wenn G9 kommt?

Die Stadtteilschulen kämen sicherlich unter Druck. Auch die Inklusion wird sicher schwieriger, wenn die Stadtteilschule weniger Schüler hat. (…)

taz: Warum?

Ties Rabe: Wir wollen zum Beispiel 14 Stadtteilschulen bis 2019 quasi neu bauen und insgesamt für schönere Stadtteilschulen 700 Millionen Euro ausgeben. Wenn jetzt G9 kommt, brauche ich die vielleicht gar nicht und muss neue Gymnasien bauen. (…) Das Problem ist, dass Eltern den Gymnasien mehr vertrauen. (…)

 

Ties Rabe

 53, ist Schulsenator und war von 2006 bis 2011 Lehrer für Religion, Deutsch und Geschichte am Bergedorfer Luisen-Gymnasium. Zuvor war er Landesgeschäftsführer der SPD und Leiter des Elbe-Wochenblatts.

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siehe dazu:

Die Welt 06.05.13

Chancengleichheit ist Floskel“

 Elternräte warnen vor Abstieg der Stadtteilschulen zu Restschulen

Von Peter Ulrich Meyer

Der Protest gegen die Lage an den Stadtteilschulen weitet sich aus.  Jetzt haben Elternräte in einem Brief an Schulsenator Ties Rabe (SPD) ihrem Ärger Luft gemacht.  „Wir befürchten, dass die Spaltung des Hamburgischen Schulsystems weiter zunimmt und etliche Stadtteilschulen schon wenige Jahre nach ihrer Gründung zu Restschulen verkommen“, heißt es in dem Schreiben, das der „Welt“ vorliegt.

Ein Problem: Besonders für Stadtteilschulen in sozial benachteiligten Gebieten werden nur sehr wenig Kinder mit einer Gymnasialempfehlung angemeldet.  Im Durchschnitt aller Standorte beträgt der Anteil der als leistungsstark geltenden Kinder in den fünften Klassen nur neun Prozent.  Ziel ist eine Quote von mindestens einem Drittel gymnasial empfohlener Jungen und Mädchen.

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Zum Thema siehe auch:

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Veröffentlicht von admin

Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit

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