Kinderlose_und_Familienwissen_160115pl

Sein und Bewußtsein:
Wenn KINDERLOSE vom Familienleben reden….

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HBF-LESE-Tip, Tübingen 16.01.15, erstellt 21:35 Uhr
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F.A.Z., Freitag den 16.01.2015 Wirtschaft 17
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Nieder mit der Quengelkasse
Viele Eltern träumen von der süßigkeitenfreien Kasse im Supermarkt – Union und SPD offenbar auch
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rike./B.K. BERLIN/DÜSSELDORF, 15. Januar. Wer mit Kindern einkaufen geht, muss in der Regel zwei Klippen umschiffen: Die erste ist die Einkaufswagenkontrolle vor der Kasse – um
festzustellen, welche Objekte jenseits des Einkaufszettels auf wundersame Weise ihren Weg in den Wagen gefunden haben. Die zweite ist die Kasse selbst. Denn dort locken Kaugummis, handliche Schokoladenportionen und Bonbons. Der Begriff Quengelkasse kommt nicht von ungefähr. Nirgendwo sonst im Supermarkt lassen sich kleinkindliche Wutanfälle besser beobachten. (….)
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Falsche Fürsorge
Fürsorge im Supermarkt
Union und SPD wollen erreichen, dass mindestens eine Kasse im Laden süßigkeitenfrei bleibt. Nur: Wer mit seinem Kind an der Kasse nicht fertig wird, dem kann auch der Staat nicht helfen
Auch Politiker lernen aus Erfahrung, allerdings nicht immer das Richtige. Aus der Tatsache, dass die Grünen mit der Forderung nach einem fleischfreien Kantinentag auf die Nase gefallen sind, haben Volkspädagogen aller Parteien leider nicht den Schluss gezogen, solche Bevormundungs-Versuche künftig bleibenzulassen. (….)
Alles Quatsch: Von Freiwilligkeit ist schnell keine Rede mehr, wenn die Wirtschaft nicht spurt, und was in seinem Interesse ist, weiß der Händler selbst. Aber die armen Eltern? Nun, wer mit seinem Kind an der Kasse nicht fertig wird, dem kann auch der Staat nicht helfen.
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*HBF-Anmerkung: Die Autorin ist unserer Kenntnis nach kinderlos.

 

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SUPERMARKT
 Die Schwierigkeit, Nein zu sagen
Mit zwei kleinen Kindern einkaufen gehen – es gibt Schöneres als den alltäglichen Kampf vor der Kasse
Jasmin Kalarickal
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Gut vernetzt in die Zukunft
Die Polytechnische Stiftung fördert Wissenschaftler aus Frankfurt, darunter auch Eltern mit Kind
Maren Schmidt-Kassow strebt das an, was leider nur ein Bruchteil der Wissenschaftlerinnen in Deutschland schafft: Sie will Professorin werden – dabei stellt sich die Frankfurterin der Doppelbelastung, die das Forschen mit Kind für sie bedeutet.
Von Franziska Schubert
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Bevor die Tochter vor drei Jahren zur Welt kam, „dachte ich noch, dass dadurch die Arbeit nicht so stark beeinflusst wird“. Über diese Aussage könne sie heute nur noch lachen: Denn ein Kind „ändert alles“. Statt wie früher von morgens bis abends im Institut zu forschen, muss sich Schmidt-Kassow nun an klare Zeitfenster halten. Dabei teilt sie sich die Erziehungsarbeit gleichberechtigt mit ihrem Mann, der als selbstständiger Psychotherapeut arbeitet.
„Aufgrund von befristeten Jobs entscheiden sich viele Wissenschaftlerinnen gegen Kinder, weil die Unsicherheit einfach zu groß ist“, beobachtet Maren Schmidt-Kassow. Während das Zahlenverhältnis zwischen Männer und Frauen bei der Promotion noch ausgeglichen gewesen sei, „steigen viele Frauen mit Kind später aber aus, weil für sie wissenschaftliche Karriere und Familie nicht mehr zu vereinen ist“. Das ist ihrer Meinung nach auch ein Grund, warum sich nur so wenige Frauen auf Professuren bewerben würden.

 

 

Veröffentlicht von admin

Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit