Krippenausbau_u_Zeit_fuer_Kinder_160714pl

Rätselhaft (?):

Eltern wollen mehr Zeit für Kinder – und mehr (Ganztags-)Krippenplätze

/ Politische (folgenlose) Qualitätsdebatte kann in Ruhe fortgesetzt werden

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HBF-AKTUELL Tübingen 16. Juli 2014, erstellt 19:35 Uhr, Stand 17.07.14, 09:11 Uhr

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Nach den heute veröffentlichten Zahlen (HPL) bleibt der „Krippen“-Ausbau klar hinter den Zusagen der damaligen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) zurück (vgl. HBF 2013). Laut Bundesfamilienministerin Manuela (SPD) sei zudem der Bedarf an öffentlicher Kinderbetreuung bei den Eltern gegenüber den ursprünglichen Planungen weiter gestiegen (HPL).

Parallel dazu ist nicht nur in Regierungsstudien regelmäßig vom Wunsch der Eltern nach mehr Zeit für ihre Kinder zu lesen, der mit dem Umfang der Erwerbstätigkeit steigt (vgl. z.B. HBF 2012). Zudem stufen Experten die Betreuungsqualität in den öffentlichen Einrichtungen schon lange als überwiegend mittelmäßig ein (vgl. HBF 2012), die im Zuge der „Krippenoffensive“ sogar noch weiter gesunken sei (vgl. dazu z.B. HBF 2013  und HBF 02.07.14). Wie das trotz statistisch verbessertem Personalschlüssel möglich ist, können Praktikerinnen übrigens mühelos erklären (HPL).

Angesichts dieser Entwicklungen erscheint das Verhalten der Eltern paradox. Mit Blick auf den Wandel ihrer Rahmenbedingungen (HPL) ist es das allerdings nicht. Der Politik signalisiert es jedoch die „beruhigende“ Botschaft, ihre bereits 2007 durch Ex-Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen angekündigte Qualitätsdebatte (vgl. HBF 2007) ganz zwanglos fortsetzen zu können (HPL).

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HBF-VOLLTEXT

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Nach den heute veröffentlichten Zahlen bleibt der „Krippen“-Ausbau klar hinter den Zusagen der damaligen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) zurück:

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Statistisches Bundesamt  16.07.2014

Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung auf 662.000 gestiegen

WIESBADEN – Zum 1. März 2014 wurden rund 662 000 Kinder unter 3 Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren dies knapp 64 000 Kinder beziehungsweise 10,6 % mehr als im Vorjahr, nach einem Anstieg von 6,8 % (+ 38 000 Kinder) zwischen dem 1. März 2012 und dem 1. März 2013. Seit dem 1. August 2013 gibt es für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz. (…)

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Dagegen hatte Ex-Ministerin Schröder bereits im Juli 2013 mehr als 810.000 Kitaplätze ab dem 1. August 2013 angekündigt (vgl. dazu HBF 12.07.13).

Laut Bundesfamilienministerin Manuela (SPD) sei zudem der Bedarf an öffentlicher Kinderbetreuung bei den Eltern gegenüber den ursprünglichen Planungen weiter gestiegen. Ursprünglich lag die angestrebte Versorgungsquote bei 35%, stieg dann auf 39% und ist jetzt noch höher:

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Bundesfamilienministerium  Mi 16.07.2014

Hohes Tempo beim Kita-Ausbau für unter Dreijährige

Kita-Ausbau auf gutem Weg

(…)

Immer mehr Eltern wünschen sich Ganztagsplätze

Denn der Bedarf an Kitaplätzen ist noch nicht flächendeckend gedeckt. 2013 wünschten sich im Bundesschnitt 41,7 Prozent der Eltern eine Betreuung für ihr Kind unter drei Jahren. Dieser Bedarf unterscheidet sich regional und lokal erheblich, sogar zwischen einzelnen Stadteilen bis zu 27 Prozent. Immer mehr Eltern wünschen sich einen Ganztagsplatz oder wenigstens einen erweiterten Halbtagsplatz mit Mittagsbetreuung für ihr Kind.

siehe dazu auch:

         Mehr KRIPPEN, mehr Fachkräfte? – Neue BEDARFSSTUDIE sieht Sättigungsgrenze bei Eltern erreicht  (HBF 20.06.14)

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Parallel dazu ist nicht nur in Regierungsstudien regelmäßig vom Wunsch der Eltern nach mehr Zeit für ihre Kinder zu lesen, der mit dem Umfang der Erwerbstätigkeit steigt (vgl. z.B. HBF 30.11.12). Zudem stufen Experten die Betreuungsqualität in den öffentlichen Einrichtungen schon lange als überwiegend mittelmäßig ein, die dem pädagogischen Standard – gerade in Ostdeutschland bei weitem – nicht genüge (vgl. z.B. HBF 27.04.12). Dennoch hat es im Zuge der „Krippenoffensive“ sogar noch weitere Verschlechterungen gegeben (vgl. dazu z.B. HBF 14.06.13 und HBF 02.07.14) – trotz statistisch verbessertem Personalschlüssel! So ist etwa in Baden-Württemberg die offizielle Betreuungsrelation von 3,5 Kindern pro Erzieherin (2011) auf 3,3 (2013) gesunken oder in Bayern von 4,0 (2011) auf 3,9

(2013 – Anmerkung 1). Warum das dennoch zu Qualitätsverlusten führt, wissen Praktikerinnen zu berichten:

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Schwäbisches Tagblatt 09.07.13, Leserbriefe

Die Autoren dieser Zuschrift sind pädagogische Fachkräfte.

HÖCHST VERÄRGERT

In den Artikeln zum Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz dreht sich fast alles um die Quote. Qualitätsanforderungen an eine gute Begleitung der Kinder wird kaum thematisiert. Darüber sind wir höchst verärgert.

Die Rahmenbedingungen in den Kitas verschlechtern sich zunehmend: Erhöhung der Kinderzahlen bei gleichem Personal, Kürzung der Verfügungszeiten (zur Vor-und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit, Senkung des Ausbildungsstandards – jetzt können Hebammen nach einer 25-tägigen Schulung als Fachkräfte angestellt werden – können Erzieherinnen im Umkehrschluss im Kreißsaal arbeiten? (…)

Silke Trück, Stefan Käber, Anja Klett, Nicole Hechler, Gabi Schlegl, Tübingen

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Angesichts dieser Entwicklungen erscheint das Verhalten der Eltern paradox. Mit Blick auf den Wandel ihrer Rahmenbedingungen ist es das allerdings nicht. Mütter wie Väter stehen wirtschaftlich und beruflich immer stärker unter dem Zwang – entgegen ihren Wünschen – die Erwerbstätigkeit eher auszudehnen, statt einschränken zu können:

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Tagesspiegel  14.07.2014 16:31 Uhr

Berliner Wohnungsmarkt

Am Bedarf vorbei gebaut – das hat uns noch gefehlt

Neue Mietwohnungen Mangelware – in Berlin entstehen vor allem neue Eigentumswohnungen

Von Alena Hecker

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Faz.net  10.07.2014, 12:53 Uhr

Bündnis für bezahlbares Wohnen

Bauministerin fordert 250.000 neue Wohnungen im Jahr

Bauen, Bauen, Bauen: Im Kampf gegen hohe Mieten und steigende Immobilienpreise setzt die große Koalition auf neue Wohnungen. Mit Geld vom Bund, mehr Bauland und neuen Gesetzen.

Immer mehr Menschen zieht es zurück in die Stadt. Immer weniger Wohnungen sind auf dem Markt verfügbar. Deswegen sieht Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) in Deutschland einen Neubaubedarf von 250.000 Wohnungen – im Jahr. Die Wohnungsnot in Ballungsgebieten und Universitätsstädten nehme stark zu, sagte sie nach der Gründung eines Bündnisses für bezahlbares Bauen und Wohnen in Berlin.

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dazu auch:

  • Wie der Bund – jenseits der umstrittenen Mietpreisbremse – den Wohnungsbau erschwert:

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Frankfurter Rundschau, Freitag den 11.07.2014 Wirtschaft 12 – 13

BUND HEIZT MIETPREISE SELBST AN

Staatliche Immobiliengesellschaft verkauft Wohnungen an Meistbietenden / Bauministerin Hendricks fordert Änderungen

Von Thorsten Knuf und Ulrich Paul

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Berliner Zeitung Wirtschaft – 30.06.2014

 

Wohnungsmarkt

ZUWANDERUNG VERSTÄRKT WOHNUNGSMANGEL

In Städten wie Berlin, Köln und Frankfurt sind kaum noch freie Wohnungen zu bekommen. Und was auf dem Markt ist, können Normalverdiener kaum noch bezahlen. An der Misere wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern – dem boomenden Neubau zum Trotz.

Von Thorsten Knuf

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F.A.Z., Montag den 14.07.2014 Unternehmen 19

FACHKRÄFTE FINDEN KEINE STELLE

Die Wirtschaft beklagt immer lauter den Fachkräftemangel. Stellen seien immer schwerer zu besetzen. Andererseits schreiben gut ausgebildete Fachkräfte Hunderte von Bewerbungen – und das erfolglos. Wer profitiert vom Aufschwung?

Von Georg Giersberg

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SPIEGEL Online 14. Juli 2014, 09:55 Uhr

Belastung im Job

DEUTSCHE UNTERNEHMEN SCHÜTZTEN MITARBEITER SCHLECHT VOR STRESS

Belastungen im Job können krank machen. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht ausreichend schützen, werden laut Arbeitsschutzgesetz bestraft. Doch die deutsche Regelung ist schwammig. Andere EU-Länder sind konsequenter.

Von Jana Hauschild

(….)

Deutschland

Erst seit Herbst 2013 enthält das Arbeitsschutzgesetz einen Passus, der den Schutz der psychischen Gesundheit betont. (…) Ob und welche Maßnahmen getroffen werden, entscheidet der Arbeitgeber selbst. Bei der Beurteilung kann er sich von Experten unterstützen lassen, zum Beispiel vom Brandschutzbeauftragten oder dem Betriebsarzt. Führt ein Unternehmen die Prüfung nicht durch oder bessert nicht nach, wenn eine Gefährdung besteht, gilt das als Ordnungswidrigkeit. Genaueres ist nicht geregelt.

Bislang gibt es keine konkreten Vorgaben, wie die Risiken überprüft werden sollen und was zu tun ist, wenn sich ein Arbeitnehmer überfordert fühlt. „Und es gibt kaum Sanktionen, wenn ein Arbeitgeber nicht auf die Gefahrensituation reagiert“, kritisiert Psychiater Mathias Berger, Ärztlicher Direktor an der Uniklink Freiburg. Dabei sind psychische Erkrankungen in Deutschland weit verbreitet: Bei fast jedem zweiten Frührentner sind sie Ursache für die Pensionierung, besagt eine Studie der Bundespsychotherapeutenkammer.

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SPIEGEL Online 13. März 2014, 06:10 Uhr

Arbeitsbelastung

WER HAT MEINEN URLAUB GEKLAUT?

75 Millionen Urlaubstage verfallen in Deutschland pro Jahr. Aber nicht, weil die Arbeitnehmer keine Lust hätten. Ihre Chefs luchsen ihnen den Urlaub ab. Wer sich dennoch loseisen kann, dem droht der Rückkehr-Horror.

Von Martin Wehrle

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WirtschaftsWoche online 2014-06-17 08:52:28  

Einkommen

TEILZEIT ist für Männer EIN VERLUSTGESCHÄFT

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Wer Teilzeit arbeitet, bekommt, pro Stunde gerechnet, meist deutlich weniger Lohn als der Vollzeit-Kollege. Eine neue Studie zeigt: Besonders stark trifft das Männer. Die Erkenntnis wirft grundlegende Konzepte der deutschen Familienpolitik über den Haufen.

(….)

Einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge (…..) In den letzten Jahren ist der Unterschied zwischen Teilzeit- und Vollzeitstundenlohn sogar noch größer geworden. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Teilzeitbeschäftigten in den vergangenen 30 Jahren vervierfacht. Im Jahr 2010, dem Jahr der Studie waren etwa fast die Hälfte aller Frauen hierzulande in Teilzeitanstellung. Längere Teilzeitarbeit wirke sich aber negativ auf die zukünftigen Verdienstchancen von Männern wie Frauen aus, weil sie im Vergleich weniger Berufserfahrung sammeln, heißt es in der Studie (…).

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taz 16.07.2014

Sparprogramm beim Autobauer

RENDITE Volkswagen-Chef Martin Winterkorn kündigt Einsparungen in Höhe von fünf Milliarden an. Dazu sollen künftig mehr Arbeiten an Zulieferer ausgelagert werden

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Hamburger Abendblatt  11.07.14, 06:17

Luftfahrt

FLUGZEUGBAUER AIRBUS DEGRADIERT LEIHARBEITER

Airbus schließt Werkverträge. Die Folgen: Fünf Wochenstunden mehr und bis zu 2000 Euro weniger im Monat. Nach Abendblatt-Informationen sollen bis Jahresende 1200 von 2800 Leihkräften in Hamburg abgebaut werden.

 Von Volker Mester

 Ein betroffener Leiharbeiter erzählt dem Abendblatt seine Geschichte: Um bei seinem Arbeitgeber keine Nachteile zu haben, möchte er anonym bleiben

(…)

(….)  Dabei ist Bernbach nach seiner Beobachtung keineswegs der einzige bisherige Zeitarbeiter, der jetzt in einen Werkvertrag überwechselt. „Ein Kollege, der alleinstehend ist und kleine Kinder hat, weiß nun nicht mehr, wie er unter diesen Bedingungen sein Haus abbezahlen soll“, erzählt Bernbach. „Menschlich gesehen ist das ganz furchtbar.“

Die erheblich schlechteren Konditionen beim Gehalt und der Arbeitszeit ergäben sich aus der heftigen Konkurrenz unter den Airbus-Zulieferern: „Alle versuchen sich mit den Preisen gegenseitig zu unterbieten. Bei den Werkverträgen wird gefeilscht, was das Zeug hält.“ (…)  Der Gefahr des Jobverlusts wollte sich Bernbach nicht aussetzen. Er ist Familienvater, sein Gehalt wird benötigt. (….)

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Die Welt kompakt 16.07.14

Deutsche Ingenieurbüros ohne Nachwuchs

Mitarbeiter fehlen, weil die Honorare zu gering ausfallen. Viele Fachbüros müssen schließen

Von Richard Haimann

(…) Dass Studenten seltener eine Karriere als selbstständiger Ingenieur anstreben, sei nicht überraschend, sagt Andreas Schulten, Vorstand der der Forschungsgesellschaft BulwienGesa. „Die Honorare der Ingenieure sind so niedrig, dass es keine ökonomischen Anreize gibt, ein eigenes Büro aufzubauen oder ein bestehendes zu übernehmen.“ „Diese Idealisten wissen, dass sie mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass wir sauberes Trinkwasser haben, Straßen und öffentliche Gebäude vom Kindergarten bis zur Bücherei unterhalten werden.“ Bundestag und Bundesrat haben die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) zuletzt im vergangenen Jahr geändert. „Unter dem Strich haben sich die Honorare dadurch nicht wesentlich verändert“, sagt Tesch, der in seinem Büro zwei angestellte Ingenieure beschäftigt. Dafür gibt es immer mehr Bietwettbewerbe. Wohin diese geführt haben, macht Tesch am Beispiel des Energieausweises deutlich (…)

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HBF-Infodienst 24. Januar 2014

Gute Rente für die Alten:

Eine moralische Pflicht, aber keine Zukunftsvorsorge

/ Nachwuchspolitik schrumpft zum politischen Randthema

 

(….) Die polit-mediale Blickverengung der laufenden Debatten zur demographischen Stabilität des Sozialstaates auf den Arbeitsmarkt als (vermeintlichen) Garanten sicherer Renten und Pflegeleistungen führt darüber hinaus dazu, daß erhebliche Fehlentwicklungen im „Nachwuchssektor“ gar nicht mehr zur Kenntnis genommen werden:

  • Etwa der neue Einkommensvergleich des Deutschen Familienverbandes von Haushalten mit und ohne Kinder bei gleichem Einkommen (= horizontaler Vergleich) für das Jahr 2014. Familienhaushalte bleiben mit ihrem frei verfügbaren Einkommen nicht nur weiterhin tief im Minus, während kinderlose Haushalte reichlich Geld für Konsum und Geldanlagen haben. Gegenüber dem Vorjahr hat dieser Einkommensnachteil von Familien sogar noch zugenommen (….)

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„Dank“ dieser Rahmenbedingungen kann die Politik also ihre bisherigen, quantitativen Prioritäten beim „Krippenausbau“ beibehalten und die bereits 2007 durch Ex-Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen angekündigte Qualitätsdebatte (vgl. HBF 12.10.07) weiterhin ganz unverbindlich fortsetzen:

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Die Bundesregierung wird noch im Sommer die gesetzlichen Grundlagen für den weiteren Ausbau schaffen, so dass auch nach Ausschöpfung der bisherigen vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel ab 2015 weitere Plätze geschaffen werden können.

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(aus: Hohes Tempo beim Kita-Ausbau für unter Dreijährige. Bundesfamilienministerium  Mi 16.07.2014)

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und

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….erklärte Manuela . „Eltern wünschen sich die bestmögliche Betreuung und Bildung für ihre Kinder. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, ein breites Angebot von guter Qualität zu gewährleisten. Denn die frühkindliche Bildung in der Kita ist zentral für die weitere Entwicklung eines Kindes. Deshalb werde ich gemeinsam mit Ländern und Kommunen, Trägern, Gewerkschaften und Elternvertretern in einen regelmäßigen Austausch zu Struktur- und Qualitätsfragen der Kindertagesbetreuung treten: Bereits im Herbst wird ein erstes Treffen stattfinden.“

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(aus: ebda)

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siehe dazu auch:

AWO-Pressemitteilung  Wed, 16 Jul 2014 10:16:22

Lage der U 3 Kinderbetreuung hat sich nicht entspannt

 Berlin, 16. Juli 2014. „Die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur U 3 Kindertagesbetreuung zeigen, dass die Entwarnung zu früh kam. Denn in der Tat ist die Nachfrage nach Betreuung mit über 650 000 Kindern enorm und steigt weiter an. Das macht einen Blick auf das Betreuungsangebot umso drängender“, so der AWO Vorstandsvorsitzende Wolfgang Stadler. (…)

Die AWO begrüßt, dass die jetzige Bundesregierung diese Zahl ‑ die bereits seit einiger Zeit in Fachkreisen kursiert ‑ nun offiziell bestätigt hat. Umso unverständlicher ist jedoch, dass bei der jüngsten Verteilung der sechs Milliarden für Kitas, Schulen und Hochschulen gerade der Kita Bereich zu kurz gekommen ist. „Hier wurde die Chance verpasst, dass der Bund den Kommunen und Ländern zur finanziellen Entlastung zur Seite steht“, erklärt Stadler. Tatsächlich fließen nur 550 Millionen Euro in den Bereich frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. „Es ist auch die heutige Zahl von 662 000 Kindern in der U 3 Kindertagesbetreuung, die verdeutlichen sollte, dass endlich etwas für diesen Bereich getan werden muss. Und dabei sprechen wir hier nicht einmal von der Finanzierung der Qualität der Kinderbetreuung, sondern lediglich von der Quantität der Betreuungsplätze“, schließt der Vorstandsvorsitzende ab.

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Zum Thema siehe auch:

 



1)

Kinderbetreuungsqualität Personalschlüssel in Krippen U3-Kinder nach Bundesländern 2013 - HBF-Daten

aus: Bildung in Deutschland 2014. Tabellenanhang

 

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Die Vergleichszahlen für 2011:

Krippe2a

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Veröffentlicht von admin

Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit

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