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Scheinblüte:

Kurzsichtige Freude über „demographische Rendite

– Studie rückt die Fakten zurecht

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HBF-AKTUELL Tübingen 09. Juli 2014, erstellt 18:08 Uhr, Stand 19:22 Uhr

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Der Verzicht auf Kinder rechnet sich – nicht nur für jede/n Einzelne/n (vgl. z.B. zuletzt HBF-Infodienst 28.02.14), sondern auch für den Staat und die Volkswirtschaft (HPL). Die sogenannte „demographische Rendite“ gehört deshalb schon seit ihrer Entdeckung im Jahr 2006 (vgl. HBF 2006) zur festen (Entlastungs)Größe der Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden (vgl. dazu z.B. HBF 2007). Eine demnächst veröffentlichte Studie bestätigt den konjunkturstimmulierenden Effekt für die nächsten Jahre (HPL). Perspektivisch, so die Wirtschaftsexperten, sei allerdings eine kräftige Umkehrung dieses Trends zu erwarten (HPL). 

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HBF-VOLLTEXT

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Der Verzicht auf Kinder rechnet sich – (nicht nur) für jede/n Einzelne/n (vgl. z.B. zuletzt HBF-Infodienst 28.02.14). Ganz abgesehen von den eingesparten Ausgaben für Kinder, die besseren beruflichen Aufstiegschancen und den damit i.d.R. auch höheren Rentenansprüchen sorgt der Kinderschwund zunächst für einen Mangel an Fachkräften, der „goldene Zeiten“ auf dem Arbeitsmarkt zu versprechen scheint:

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Frankfurter Rundschau, Dienstag den 27.05.2014 Wirtschaft

Beste Jobchancen für Fachkräfte

Unternehmen befürchten immer schärferen Konkurrenzkampf

Trotz starker Zuwanderung aus dem Ausland befürchtet die deutsche Wirtschaft einen wachsenden Fachkräftemangel. Derzeit fehlen 117 300 Personen mit einem akademischen oder beruflichen Abschluss in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), heißt es in einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Ende des Jahrzehnts dürften allein 700 000 Facharbeiter in diesen Bereichen fehlen, um altersbedingt ausscheidende Beschäftigte ersetzen zu können.

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und HBF-Premium

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Zum Thema siehe auch:

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Auch der Staat und die (Volks)Wirtschaft profitieren zunächst von der zeitlichen und materiellen Entlastung ihrer Bürger durch weniger Kinder: Die Menschen können mehr und zeitlich umfangreicher erwerbstätig sein. Das erhöht die Steuereinnahmen und das konsumfähige Einkommen. In Zeiten der (Euro-)krisenbedingten EZB-Niedrigzinspolitik fließt derzeit sogar noch das Geld frustrierter Sparer in den Konsum (HBF-Premium)..

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Zu den „Vorzügen“ des Kinderschwunds gehört aus staatlicher Sicht schon seit ihrer Entdeckung im Jahr 2006 auch die sogenannte „demographische Rendite“ (vgl. HBF 18.07.06) – also die Einsparung bei den öffentlichen Aufwendungen für Kinder wie z.B. beim Kindergeld oder für (Hoch)Schulen. Diese „Rendite“ ist mittlerweile eine feste (Entlastungs)Größe in den Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinden (vgl. dazu z.B. HBF 08.05.07).

Eine demnächst veröffentlichte Studie der Basler Prognos AG bestätigt nun den konjunkturstimmulierenden Effekt des Geburtenrückgangs für die nächsten Jahre. Perspektivisch, so die Wirtschaftsexperten, sei allerdings eine kräftige Umkehrung dieses Trends zu erwarten:

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handelsblatt.com 09.07.2014, 06:40 Uhr

Studie

Deutschland stehen „Goldene Zwanziger Jahre“ bevor

Das Forschungsinstitut Prognos erwartet in den 2020er-Jahren ein goldenes Jahrzehnt für die deutsche Wirtschaft. Zu diesem Schluss kommt eine exklusive Studie für das Handelsblatt. Doch bis zum Absturz ist es nicht weit.

Deutschland hat gute Chancen auf „Goldene Zwanziger Jahre“. Das zeigt der Prognos Deutschland Report, der dem Handelsblatt vorliegt, – eine Prognose über Wirtschaft und Gesellschaft bis ins Jahr 2040.

Das Basler Institut erwartet, dass die deutsche Wirtschaft in den 2020er-Jahren im Schnitt um 1,5 Prozent pro Jahr wächst – und damit 0,3 Punkte mehr als in der laufenden Dekade.

„Dafür sind allerdings große Anstrengungen nötig“, sagt Christian Böllhoff, Geschäftsführer der Prognos AG. In ihrer Prognose geht das Forschungsinstitut unter anderem davon aus, dass in Deutschland künftig mehr Menschen besser qualifiziert sind, anteilig mehr Frauen und Ältere arbeiten, die durchschnittliche Arbeitszeit höher ist und weiterhin viele Einwanderer nach Deutschland kommen. (…)

 

In den 2030er Jahren allerdings sieht Prognos dann die Wende. Denn werde Deutschland, „für jede und jeden spürbar, unter den Folgen des demographischen Wandels leiden“, so Michael Böhmer, Chefvolkswirt der Prognos AG. Das Land verliere das Land weltwirtschaftlich an Gewicht und „nicht mehr die Wachstumslokomotive Europas sein können“. (….)

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und HBF-Premium

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Zum Thema siehe auch:

Die Tagespost 1. Juli 2014

MEINUNG: SIND KINDER UNSER KAPIAL?

Prof. Dr. Volker Ladenthin,

Kindheit und Jugend haben einen eigenen Wert, der nicht für spätere Zielprojektionen verzweckt werden darf. Diese Ansicht vertritt Prof. Dr. Ladenthin, der Erziehungswissenschaften an der Universität Bonn lehrt, in seiner Kolumne vom Wochenende. Dabei kritisiert er vor allem die vielfach vorhandene Mentalität, dass das Kapital unserer Gesellschaft Kinder seien und in sie investiert werden müsse, um wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Seinen Text können Sie hier nachlesen.

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Textauszüge bei HBF-Premium

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siehe dazu auch:

 

Veröffentlicht von admin

Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit

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