Schrumpf-Alterung (2):

Mehr EFFIZIENZ bei der „HUMANKAPITAL-PRODUKTION“

– SPD plant für die sorgenfreie Altenrepublik

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HBF-Aktuell, Tübingen 1. Oktober 2014, erstellt 18:10 Uhr, Stand 21:19 Uhr

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Die schwarz-roten Leistungszusagen an ihre alternde Wählerschaft (vgl. zuletzt HBF 2014) sind ohne ein beständiges und verstärktes Wirtschaftswachstum nicht (einmal theoretisch) einzuhalten. Bei einer tendenziell schrumpfenden Nachwuchsgeneration muß daher nach Expertenmeinung die Qualität ihres Humankapitals erhöht werden. Wie dieses Regierungsziel konkret erreicht werden könnte, dazu hat die SPD ein Konzept erarbeitet, das jetzt für erste Diskussionen sorgt (HPL).

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HBF-VOLLTEXT

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Die schwarz-roten Leistungszusagen an ihre alternde Wählerschaft (vgl. z.B. HBF 29.01.14) sind ohne ein beständiges und verstärktes Wirtschaftswachstum nicht (einmal theoretisch) einzuhalten. Bei einer tendenziell schrumpfenden Nachwuchsgeneration muß daher nach Expertenmeinung die Qualität ihres Humankapitals erhöht werden. Wie dieses Regierungsziel konkret erreicht werden könnte, dazu hat die SPD ein Konzept erarbeitet, das jetzt für erste Diskussionen sorgt:

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Welt Online 30.09.14

Erziehung

 Gelingt die digitale Revolution im Kindergarten?

 Die SPD will eine digitale Bildungsoffensive, die ganz früh ansetzt. Sigmar Gabriel fordert gar Programmieren als „zweite Fremdsprache“. Doch Pädagogen warnen vor frühem Einsatz digitaler Medien.

 Von  Ulrich Clauß

Die Digitale Agenda der Bundesregierung schlägt sich im Bildungsbereich nieder. Die SPD-Bundestagsfraktion skizziert in einem Positionspapier die Grundzüge einer digitalen Bildungsoffensive. Das Papier entstand unter Federführung der zuständigen Berichterstatterin, Saskia Esken, und des Sprechers der Arbeitsgemeinschaft Digitale Agenda, Lars Klingbeil.

Angesichts des digitalen Wandels schlägt jetzt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Einführung von Programmiersprachen als „zweite Fremdsprache“ an Schulen vor. (….)

Das Positionspapier aus der SPD-Fraktion will die „Medienpädagogik als verpflichtenden Teil der Aus- und Fortbildung“ verankern, und zwar bei frühkindlichen, schulischen und außerschulischen Pädagogen. Damit soll der kompetente und verantwortliche Einsatz digitaler Medien ermöglicht werden. (…)

(…) „Ich warne eindringlich davor, bereits im frühkindlichen Alter den digitalen Mediengebrauch zu forcieren“, sagt Lehrerverbandspräsident Kraus zur „Welt“. Komplexe Sachverhalte seien mit der Methode des digitalen Häppchenwissens via Suchmaschinen und hochökonomischer Suchstrategien weder zu erfassen noch zu vermitteln.

Ertüchtigung für das „globale Haifischbecken“?

Auch leide die Konzentrationsfähigkeit der Schüler erfahrungsgemäß bei der vorherrschenden Praxis beim Gebrauch digitaler Medien. „Die Schule muss als Schonraum erhalten bleiben. Kinder dürfen keinesfalls schon im Vorschulalter fit für das globale Haifischbecken gemacht werden“, so Kraus. Keinesfalls dürfe schon der Kindergartenbereich digitalisiert werden. „Wir müssen für Kinder unstrukturierte Räume bewahren“, unterstrich Kraus. Außerdem sei das Bewegungsdefizit bei Kindern und Jugendlichen ohnehin schon sehr ausgeprägt und drohe bei weiter steigendem Gebrauch digitaler Medien noch bedenklicher zu werden. (…)

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SÜDDEUTSCHE ZEITUNG vom 30.09.2014

Beweglich im Kopf

Wenn Kinder regelmäßig Sport treiben, lernen sie auch besser

Die Welt wird immer unübersichtlicher und schneller. Überzogene Anforderungen und Erwartungen setzen die Menschen unter Leistungsdruck. Besonders Kinder leiden darunter, wenn sie vor lauter Terminen nicht zur Ruhe kommen und ihr Alltag sie belastet. Bleibt zwischen Schule, Geigenunterricht und Nachhilfe keine unverplante Zeit mehr, drohen psychosomatische Beschwerden. Unklare Bauchschmerzen, Kopfweh und permanente Müdigkeit unter Kindern und Jugendlichen nehmen zu, die Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit (ADHS) hat in den vergangenen 20 Jahren eine beispiellose Karriere hingelegt.

Dass regelmäßige Termine zusätzlich zum Schulunterricht aus fröhlichen Kindern aber nicht zwangsläufig verirrte Seelen machen, die auf Medikamente oder Psychotherapie angewiesen sind, zeigen Ärzte und Sportwissenschaftler aus den USA und Japan. (….)

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Zum Thema siehe auch:

         HBF-Themen-Archiv „Alterung /…. Reaktion…..“

 

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