Notice: Function _load_textdomain_just_in_time was called incorrectly. Translation loading for the wpeditor domain was triggered too early. This is usually an indicator for some code in the plugin or theme running too early. Translations should be loaded at the init action or later. Please see Debugging in WordPress for more information. (This message was added in version 6.7.0.) in /homepages/12/d4295224356/htdocs/heidelberger-familienbuero.de/wppress/wp-includes/functions.php on line 6131
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Der Interessenkonflikt in und um die Ukraine verschärft sich. Bei der Frage, wie Politik, Medien und Öffentlichkeit sich in dieser Situation vernünftigerweise verhalten sollten, kann der Blick in die Vergangenheit hilfreich sein. In seiner umfassenden und viel beachteten Gesamtdarstellung zur Entstehung und den (weitreichenden) Folgen des I. Weltkrieges liefert der Berliner Politologe Prof. Herfried Münkler eine Analyse, die beunruhigende Parallelen zur aktuellen Weltlage erkennen lassen. Im Interview mit dem Saarländischen Rundfunk (SR2) erläuterte er dies gestern ausführlich. Deshalb unser Hinweis zur empfehlenswerten Sendung und auf den Audio-Mitschnitt.
“Neuen kalten Krieg kann sich Russland nicht leisten”
Ex-Kanzlerberater wirft dem Westen schwere Versäumnisse im Umgang mit Russland vor
HORST TELTSCHIK im Gespräch mit Jörg Degenhardt
Soldaten der Ukraine haben Stellung bezogen in Balaklava auf der Krim. (picture alliance / dpa / Pavlishak Alexei)
Derzeit rächten sich die Fehler der Vergangenheit, so Horst Teltschik, ehemaliger Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz. Der Westen sei auf viele Vorschläge Putins wie eine gesamteuropäische Freihandelszone nicht eingegangen.
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Russland einbinden statt abwehren
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Teltschik: Ja, ich meine, es rächen sich natürlich Fehler in der Vergangenheit. Der Westen ist auf viele Vorschläge Putins und Russlands nicht eingegangen. Putin war ja erst in Brüssel vor Kurzem und er hat beispielsweise dort gesagt … Es liegt ja der Vorschlag auf dem Tisch, der übrigens mal von Prodi gemacht worden ist, dem früheren EU-Kommissionspräsidenten, eine gesamteuropäische Freihandelszone zu schaffen. Die Antwort der Europäer ist nichtssagend auf diesen Vorschlag. Man hätte von Anfang an überlegen müssen: Wie bindet man oder bezieht man Russland in Europa ein? Wenn man aber Russland ständig abwehrt und seine Interessen nicht wahrnehmen will, dann darf man sich nicht wundern, wenn Russland seine eigenen Interessen, die nicht immer mit uns kongruent sind, wie wir jetzt erleben, verfolgt. (…)