Die Ansprüche an die Erziehungsleistungen von Eltern in unserer hochkomplexen Leistungsgesellschaft sind enorm gewachsen, wie eine Studie erst kürzlich berichtete (vgl. HBF 2014). Stetig steigend ist allerdings auch die Zahl der Mütter und Väter, die nicht (mehr) in der Lage sind, selbst die elementarsten Grundbedürfnisse ihrer Kinder zu befriedigen und deshalb für sie zu einer Gefahr werden. Deshalb müssen die Jugendämter immer öfter eingreifen (HPL). Für einige CDU-Politiker ist das Anlaß, (wieder – vgl. HBF-Themen-Archiv) die Forderung nach einem „Elternführerschein“ aufzustellen (HPL) und damit gerade in der parlamentarischen Sommerpause für Gesprächsstoff zu sorgen (HPL). Selbst wenn sie sich dabei auf einen renommierten Experten berufen können (HPL), geht dieser Vorstoß vollständig an der Lebenswirklichkeit und ihren politisch mitgeschaffenen Ursachen vorbei, wie auch ohne Lektüre dickleibiger Studien unschwer zu erkennen ist (HPL).