Kinderlose_als_Rentenprofiteure_050514b

Kinderlose als (ungefragte) Profiteure der Renten“versicherung“:

Das nächste Forschungsinstitut bestätigt Langzeitkritiker(innen) der Familienpolitik

/ Schwarz-rot sieht sich aber weiter auf dem richtigen (Wähler)Kurs

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HBF-AKTUELL Tübingen 5. Mai 2014, erstellt 18:40 Uhr, Stand 21:30 Uhr

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Das schwarz-rote Rentenpaket für Mütter und Langzeitbeitragszahler ist heute inner- wie außerhalb des Bundestages (wieder) auf schärfste Kritik führender Experten gestoßen (HPL). Die Regierungskoalitionäre sind jedoch weiterhin fest entschlossen, sich davon nicht beirren zu lassen, da sie die Wählermehrheit hinter sich wissen (HPL). Das selbst-verliehene Prädikat „verdient und gerecht“ (vgl. HBF 2014b) ist zumindest beim Blick auf die Erziehungsleistung für Kinder kaum gerechtfertigt, wenn der „Lohn für Lebensleistung“ bei Müttern von jährlich  (maximal) 336 auf 772 Euro verdoppelt wird (HPL). Tatsächlich kommt eine jetzt bekannt gewordene Studie zu dem Ergebnis, daß die bestandssichernde Leistung „Kindererziehung“ trotz der statistisch  ausgewiesenen milliardenschweren Förderbeträge für Familien (HPL) die zentrale Ursache für Altersarmut bei Frauen sei (HPL). Unterm Strich werden damit Kinderlose zwangsläufig zu Profiteuren des heutigen Systems aus „Alterssicherung“ und „Familienförderung“ (HPL). Damit kommt bereits das zweite Forschungsinstitut in diesem Jahr zu einer Bewertung (vgl. HBF 2014a), die unabhängige Kritiker schon seit Jahrzehnten fundiert – aber bislang politisch nahezu folgenlos – vortragen (vgl. „Trümmerfrauen-Urteil“ des Bundeverfassungsgerichtes [Juli 1992] und „Pflege-Urteil“ [April 2001] – vgl. HBF-Themen-Archiv – HPL). „Rentensicherheit“ bleibt damit weiterhin eine Herausforderung politischer Darstellungskunst.

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HBF-VOLLTEXT-Version

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HBF-AKTUELL Tübingen 5. Mai 2014, erstellt 18:40 Uhr, Stand 20:45 Uhr

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Das schwarz-rote Rentenpaket für Mütter und Langzeitbeitragszahler ist heute inner- wie außerhalb des Bundestages (wieder) auf schärfste Kritik führender Experten gestoßen (HPL). Die Regierungskoalitionäre sind jedoch weiterhin fest entschlossen, sich davon nicht beirren zu lassen, da sie die Wählermehrheit hinter sich wissen (HPL). Das selbst-verliehene Prädikat „verdient und gerecht“ (vgl. HBF 2014b) ist zumindest beim Blick auf die Erziehungsleistung für Kinder kaum gerechtfertigt, wenn der „Lohn für Lebensleistung“ bei Müttern von jährlich  (maximal) 336 auf 772 Euro verdoppelt wird (HPL). Tatsächlich kommt eine jetzt bekannt gewordene Studie zu dem Ergebnis, daß die bestandssichernde Leistung „Kindererziehung“ trotz der statistisch  ausgewiesenen milliardenschweren Förderbeträge für Familien (HPL) die zentrale Ursache für Altersarmut bei Frauen sei (HPL). Unterm Strich werden damit Kinderlose zwangsläufig zu Profiteuren des heutigen Systems aus „Alterssicherung“ und „Familienförderung“ (HPL). Damit kommt bereits das zweite Forschungsinstitut in diesem Jahr zu einer Bewertung (vgl. HBF 2014a), die unabhängige Kritiker schon seit Jahrzehnten fundiert – aber bislang politisch nahezu folgenlos – vortragen (vgl. „Trümmerfrauen-Urteil“ des Bundeverfassungsgerichtes [Juli 1992] und „Pflege-Urteil“ [April 2001] – vgl. HBF-Themen-Archiv – HPL). „Rentensicherheit“ bleibt damit weiterhin eine Herausforderung politischer Darstellungskunst.

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HBF-VOLLTEXT-Version

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Das schwarz-rote Rentenpaket für Mütter und Langzeitbeitragszahler ist heute inner- wie außerhalb des Bundestages (wieder) auf schärfste Kritik führender Experten gestoßen:

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Bundestag: Ausschuss für Arbeit und Soziales – ÖFFENTLICHE ANHÖRUNGEN 05.05.14

Als nächstes wird der Ausschuss Sachverständige zu folgendem Thema in öffentlicher Sitzung anhören:

1. Mehrere Vorlagen zur gesetzlichen Rentenversicherung

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und HBF-Premium

Faz.net 03.05.14

Altersvorsorge

Rentenversicherung übt scharfe Kritik an „Rente mit 63“

Das umstrittene Rentenpaket der großen Koalition wird am Montag im Bundestag diskutiert. Auch die Rentenversicherung wird dort Stellung nehmen. Viel Rückhalt kann die Regierung dabei nicht erwarten.

Die Deutsche Rentenversicherung übt scharfe Kritik am Rentenpaket der Bundesregierung. Es sei „nicht sachgerecht“ finanziert und führe dazu, „dass der Beitragssatz mittel- und langfristig höher und das Rentenniveau niedriger“ ausfallen würden als wenn das geltende Recht fortbestünde. Entsprechend zitiert die „Rheinische Post“ aus einer Stellungnahme der Rentenversicherung für eine Anhörung im Bundestag an diesem Montag.

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INSM – Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft 05.05.14

Ökonomen lehnen Rentenpaket ab

Die Umsetzung des Rentenpakets wäre auch aus Sicht führender Ökonomen ein Fehler. Die Rente mit 63 und die Mütterrente sind ungerecht, führen zu steigenden Beitragssätzen, verschärfen den Fachkräfteengpass auf dem Arbeitsmarkt und werden daher von vielen renommierten Wirtschaftswissenschaftlern abgelehnt. Das ergab die Befragung von 109 Wirtschaftsprofessoren durch die IW-Consult, ein Tochterinstitut des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). „Die führenden Ökonomen des Landes lehnen das Rentenpaket ab. (…)

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und HBF-Premium

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Heute im Bundestag (hib) Ausschuss für Arbeit und Soziales – 05.05.2014

Frühverrentung nein, Leistungseinbußen ja

Berlin: (hib/CHE) Das Risiko einer Frühverrentungswelle durch die geplante abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren bewertet eine Mehrheit von Sachverständigen als gering. Dies wurde in der Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales am Montagnachmittag deutlich, in der nicht nur das Rentenpaket der Bundesregierung (18/909), sondern auch drei Anträge der Linken (18/9, 18/765, 18/767) zu den Themen Mütterrente, Erwerbsminderungsrente und Altersarmut zur Diskussion standen. (…)

Einig war er sich mit einer Mehrheit der Sachverständigen darin, dass die Maßnahmen des Rentenpakets langfristig zu deutlichen Leistungsminderungen in der Rentenversicherung führen würden, weil dadurch das Rentenniveau stärker sinke als bisher geplant.

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Zur Empörung vieler Redaktionen sind die Regierungskoalitionäre jedoch weiterhin fest entschlossen, sich davon nicht beirren zu lassen….

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SÜDWEST PRESSE 05.05.2014

Kommentar Rente:

Dreiste Klientelpolitik

Christoph Faisst

Für wie dumm kann eine Partei ihr Publikum eigentlich halten? Haben die großen Strategen der Volksparteien, die heutigen ganz großen Koalitionäre, allen Ernstes geglaubt, niemand werde bemerken, auf welch wackligen Beinen ihr Rentenpaket steht?

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Tagesspiegel   05.05.2014 10:58 Uhr

Streit um die Rente

EGAL, WAS SIE KOSTET

Alles, was Rang und Namen beim Thema Rente hat, läuft an diesem Montag im Bundestag auf. Doch die Einwände der Experten werden bei der Politik abprallen.

von Lutz Haverkamp

und HBF-Premium

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….da sie die Wählermehrheit hinter sich wissen  (vgl. z.B. ARD-DeutschlandTrend vom 3. April 2014 – und HBF-Premium)…

Das selbst-verliehene Prädikat „verdient und gerecht“ (vgl. HBF 04.04.14) ist zumindest beim Blick auf die Erziehungsleistung für Kinder kaum gerechtfertigt, wenn der „Lohn für Lebensleistung“ bei Müttern von jährlich (maximal) 336 auf 772 Euro verdoppelt wird. Bei einer durchschnittlichen Rentenbezugsdauer für Frauen von derzeit  …(HBF-Premium)

Tatsächlich kommt eine jetzt bekannt gewordene Studie zu dem Ergebnis, daß die bestandssichernde Leistung „Kindererziehung“ trotz der statistisch  ausgewiesenen milliardenschweren Förderbeträge für Familien (vgl. dazu HBF-Themen-Archiv „Familienförderung“) die zentrale Ursache für Altersarmut bei Frauen sei. Unterm Strich werden damit Kinderlose zwangsläufig zu Profiteuren des heutigen Systems aus „Alterssicherung“ und „Familienförderung“):

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SPIEGEL Online 04. Mai 2014, 17:06 Uhr

Ungleichheit in Deutschland

ARMUTSRISIKO BEI JÜNGERER GENERATION DEUTLICH HÖHER

Die Schere zwischen Arm und Reich geht nach SPIEGEL-Informationen in Deutschland immer weiter auseinander – und vor allem die Jüngeren bekommen das zu spüren. Das Rentensystem benachteiligt laut einer neuen Studie die künftigen Berufstätigen.

Hamburg – Das Rentensystem Deutschlands funktioniert auf Kosten der jüngeren Generation. Das konstatiert eine bislang unveröffentlichte Studie des unabhängigen Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, die dem SPIEGEL vorliegt. Die demografische Entwicklung führe dazu, dass künftige Erwerbsgenerationen „nicht nur mehr in die Rentenkassen einzahlen und länger arbeiten müssen, sie werden sich auch mit bescheideneren Renten abfinden müssen“, heißt es darin.

Ungleichheit entstehe schon dadurch, dass zwar die jeweilige Generation aller Erwerbstätigen per Umlagesystem die Renten finanziert. Dagegen bleiben aber „die Kosten für Kindererziehung und -betreuung nach wie vor weitgehend an den Familien hängen“, wie das Institut feststellt. Das Armutsrisiko sei denn auch „in den jüngeren Altersgruppen deutlich höher als in den älteren“. (…)

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siehe dazu ausführlich:

  • Titel: BITTE UNTEN BLEIBEN! Verteilung Die Thesen des französischen Kapitalismuskritikers Thomas Piketty lösen auch in Deutschland eine neue Gerechtigkeitsdebatte aus: Die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft sich, um die Aufstiegschancen ist es schlecht bestellt. DER SPIEGEL 5. Mai 2014, Nr. 19 und HBF-Premium

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Damit kommt bereits das zweite Forschungsinstitut in diesem Jahr zu einer Bewertung (vgl. dazu die „Fiskalbilanz“-Studie der Bertelsmann Stiftung HBF 17.01.14), die unabhängige Kritiker schon seit Jahrzehnten fundiert – aber bislang politisch nahezu folgenlos – vortragen (vgl. „Trümmerfrauen-Urteil“ des Bundeverfassungsgerichtes [7. Juli 1992] und „Pflege-Urteil“ [3. April 2001] – vgl. HBF-Themen-Archiv „Familien im Recht: Urteile“). „Rentensicherheit“ bleibt damit weiterhin eine Herausforderung politischer Darstellungskunst.

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Zum Thema siehe auch:

 

 

Veröffentlicht von admin

Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit

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