„Betreuungsgeld-Studie“ (IV):

„Unabhängige Forschung“ mit politischem Kampfauftrag?

Deutsches Jugendinstitut (DJI) und Uni Dortmund wehren sich mit offiziellem Dementi und

schwachen Argumenten.

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HBF-Aktuell, Tübingen 04. August 2014, erstellt 14:24 Uhr

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Angesichts des jüngsten polit-medialen Streits um eine „Betreuungsgeld-Studie“ des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und der Uni Dortmund (vgl. z.B. HBF 28.07.14) haben sich die Forscher letzten Freitag zu einer Stellungnahme genötigt gesehen (DJI 01.08.14). Sie dementierten, im Auftrag des Bundesfamilienministeriums eine „Betreuungsgeld-Studie“ zu erstellen, Teilergebnisse mit einem schwerwiegenden Fehler veröffentlicht zu haben und in den politischen Streit um das Betreuungsgeld eingreifen zu wollen (vgl. z.B. HBF 30.07.14). Hauptziel der Elternbefragung sei es allein gewesen, den künftigen Betreuungsbedarf von Eltern zu ermitteln, um Daten für die „Krippen“-Planungen der Kommunen zu erhalten (HPL). Dabei sei auch die Inanspruchnahme des Betreuungsgeldes „einer von mehreren Aspekten“ gewesen (HPL).

Dieses Demenit ist allerdings wenig überzeugend. Dafür sprechen die manipulative Fragestellung (HPL) und die weitgehenden Schlußfolgerungen (HPL), die über die behauptete Bedarfsanalyse klar hinausgehen. Diese Einseitigkeit ist selbst für Laien mühelos erkennbar (HPL). Unterm Strich entsteht daher der Eindruck, die Untersuchung des DJI und der Uni Dortmund habe „Risikogruppen“ unter den Eltern identifizieren und einen ersten „Schadensbericht“ als Folge des Betreuungsgelds abliefern wollen.

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