Kommunen im demographischen Abstiegskampf:

Familienpolitik von unten als Rettung?

– Impulsreferat von Kostas Petropulos in Freudenstadt (Ba-Wü) 10.04.14

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HBF-AKTUELL/Veranstaltungs-Tip Tübingen 09. April 2014, erstellt 13:57 Uhr, Stand 28.04.14, 17:50 Uhr

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Für die polit-medialen Akteure in den Metropolen ist die Schrumpf-Alterung der Bevölkerung bislang noch ein eher statistisches Phänomen. In Ostdeutschland und auch in vielen ländlichen Regionen des Westens ist es jedoch bereits eine Wirklichkeit, die den Alltag künftig noch tiefgreifender bestimmen wird (HPL). Politische Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene (HPL) könnten diesen Trend  – trotz anderslautender Absichtserklärungen (vgl. HBF 2009) – sogar noch beschleunigen. Die betroffenen Kommunen und Regionen sind daher vielfach gezwungen (HPL), eigenständige Lösungen vor Ort zu entwickeln. Im Blickpunkt stehen dabei gerade die Familien, die übereinstimmend als zentraler Überlebensfaktor eingestuft werden (HPL).

Welche Angebote die Kommunen und Regionen an sie machen sollten, ist die Leitfrage der Veranstaltung des Bündnis für soziale Gerechtigkeit am Donnerstag, den 10. April in Freudenstadt. Den Auftakt macht Kostas Petropulos, Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit, mit einem Impulsreferat. Die anschließende öffentliche Dialogrunde mit dem Bürgermeister, Vertreterinnen und Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen sowie einer Mutter eröffnet der Landrat des Kreises.

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Stadt Freudenstadt, Veranstaltungen

Brennpunkt Familie

Do, 10. April 2014 19:30-22:00 Uhr

Das „Bündnis für soziale Gerechtigkeit“ lädt zur Diskussionsrunde mit politischen Vertretern ein.

Herr Kostas Petropulos, Leiter der Familienbüros Heidelberg und Tübingen wird ein Impulsreferat zur Thematik Familie und Demografiefaktor halten.

Im Anschluss findet eine Diskussionsrunde mit politischen Vertretern über den daraus resultierenden Handlungsbedarf im ländlichen Raum statt.

Das „Bündnis für soziale Gerechtigkeit“ ist ein Zusammenschluss von Diakonischer Bezirksstelle, Caritas, Erlacher Höhe, Stadt Freudenstadt, Familien-Zentrum, Liga der Wohlfahrtsverbände, der Paritätische KV und der Kirchen in Freudenstadt.

Intention des Bündnisses ist es, das Leben im Alltag familienfreundlicher zu gestalten und damit mehr Lebensqualität zu schaffen.

Veranstaltungsort

Kurhaus

Lauterbadstrasse 5

72250 Freudenstadt

Stadtteil: Kernstadt Freudenstadt

 

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Nachtrag 28.04.14:

Schwarzwälder-Bote, 12.04.14

Freudenstadt

 Familien wollen vor allem eines: Zeit

Podiumsdiskussion: Nicht nur Krippenplätze und Ganztagsschule machen eine Kommune interessant und lebenswert

Den Impulsvortrag hielt Kostas Petropulos, Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen.

Foto: Haubold Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Petra Haubold Freudenstadt.

 

Das Bündnis für soziale Gerechtigkeit lud unter dem Motto „Brennpunkt Familie“ zahlreiche Interessierte zu einer Veranstaltung in den Kienbergsaal ein. Die Lebensbedingungen für Familien und der demografische Wandel waren Schwerpunktthemen für Referent Kostas Petropulos. (…)  Als Gastredner machte Kostas Petropulos, Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit, den Auftakt mit seinem Impulsreferat über die Lebens-, Arbeits- und die finanzielle Situation der heutigen Familie in Deutschland. (…) die „schrumpf-alternde“ Bevölkerung brauche Fachkräfte. Seit 1970 sei die Zahl der Kinder und Jugendlichen (…) um 28 Prozent zurückgegangen. Wer sich als Region behaupten wolle, müsse heute um junge Menschen kämpfen, erklärte der Redner.

(…) Die wirtschaftliche Situation sei nicht unbedingt verantwortlich für den Geburtenrückgang im Land, vielmehr gehe es um die gesellschaftliche Akzeptanz von Kindern, sagte Landrat Klaus Michael Rückert. Um junge Familien in die Region zu bekommen, müssten natürlich auch Breitband- und Straßeninfrastruktur stimmen, genauso wie die gesundheitliche Versorgung, so Rückert. (….)

 

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HBF-INFODIENST 11.04.14

 

Hauptsache Arbeit!

Das Patenrezept gegen Landflucht und Kinderarmut?

/ Fakten zu einem politischen Denkfehler

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