Konfrontation statt Kooperation mit Russland:

Wirtschaftsforscher warnen vor fataler Selbstgerechtigkeit

(des alternden) Europas und Deutschlands

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HBF-Aktuell, Tübingen 08. August 2014, erstellt 12:30 Uhr

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Nach den kürzlich verschärften Wirtschaftssanktionen der USA und der EU gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise hat die Regierung gestern mit einem Einfuhrstopp für Agrarprodukte aus dem Westen geantwortet (HPL). Das sei „ganz eindeutig politisch motiviert“, kritisierte ein Sprecher der EU-Kommission Moskaus Vergeltung. Die Gemeinschaft behalte sich vor, angemessen darauf zu reagieren (HPL). Trotz der Befürchtung vor einer Eskalationsspirale unterstützen viele politische Beobachter diese Position und plädieren für eine harte Haltung, um dem russischen Präsidenten Putin seine Grenzen aufzuzeigen (HPL). Auch eine Mehrheit der Bevölkerung stimmt dem laut einer aktuellen Umfrage zu (HPL).

Renommierte Wirtschaftsforscher halten diese Entwicklung jedoch für höchst bedenklich (HPL). Entgegen der Selbstwahrnehmung habe die westliche Interessenpolitik der letzten Jahre maßgeblich zur Entstehung und Verschärfung des Konflikts um die Ukraine beigetragen, da sie den Grundsatz eines fairen Miteinanders klar mißachtete (HPL). Darauf hatten bereits ausgewiesene Kenner der Materie am Beginn der aktuellen Krise hingewiesen (vgl. z.B. HBF 28.04.14) und erinnern jetzt erneut daran (HPL). Eine Strategie der Konfrontation zur Lösung von handfesten Interessenkonflikten sei daher grundsätzlich nicht im europäischen Interesse (HPL). Tatsächlich tragen die bereits in Gang gekommenen Entwicklungen (HPL) zur erheblichen Verschärfung der Probleme unseres alternden Kontinents bei – auch im bisherigen „Wirtschaftswunderland“ Deutschland (HPL).

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